Darum gehts
- Abdul Ballouts Cousins sollen IS-Mitglieder gewesen sein, berichtet «Die Zeit»
- Libanesische Behörden übergaben Ermittlungsberichte an deutsche Behörden
- Kannte der CSD-Attentäter die beiden IS-Mitglieder persönlich? Das ist unklar
Zwei Cousins von Abdul Ballout (†21), der am Wochenende in eine CSD-Veranstaltung in Berlin raste und dabei eine Frau tötete und viele weitere Personen verletzte, sollen Mitglieder der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) gewesen sein. Das berichtet «Die Zeit».
Die Recherchen der Wochenzeitung fussen auf Dokumente, die libanesische Ermittler ihren deutschen Kollegen übergeben haben sollen. Einem Untersuchungsbericht der libanesischen Behörden nach, der auch dem deutschen Auslandsnachrichtendienst BND vorliegen soll, soll Abdul Ballout mutmasslichen IS-Anführern geschrieben haben, er sei «von seinen zwei Cousins, dem in den Reihen des IS gestorbenen Libanesen Abu Bilal und dem zurzeit im Irak in Haft sitzenden Muhammad, empfohlen worden».
«Ayatollah Tottenham» und seine Söhne
Die libanesischen Behörden konnten die Behauptung offenbar überprüfen. So sollen die beiden Cousins die Söhne einer Schwester von Abdul Ballouts Vater sein. Sie soll mit einem international bekannten Dschihadisten verheiratet sein.
Wie die «Zeit» schreibt, soll der als Omar Bakri Muhammad bekannte Dschihadist von England aus jahrelang junge Männer radikalisiert haben. Die Boulevardpresse gab ihm den Namen «Ayatollah Tottenham». Bis 2023 sass er eine Haftstrafe im Libanon ab.
Das Schicksal der IS-Cousins
Abdul Ballout soll vor längerer Zeit ein Bild eines seiner Cousins in seinen Whatsapp-Status geteilt haben. Ob er sie persönlich kannte? Das ist unklar.
Wie die «Zeit» weiter schreobt, soll einer seiner Cousins bereits 2015 im Irak gestorben sein. Ein weiterer Cousin soll entweder bei Kämpfen in Syrien ums Leben gekommen oder später inhaftiert worden sein.