Hier sind die Löschhelikopter im Einsatz
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Grossbrand in Norwegen:Hier sind die Löschhelikopter im Einsatz

Inferno in Krokstadelva
Grossbrand in Norwegen – Häuser und Wald in Flammen

Im norwegischen Krokstadelva wüten am Freitagabend verheerende Brände: Mehrere Reihenhäuser und Waldgebiete stehen in Flammen. Die Feuerwehr hat die Lage derzeit nicht unter Kontrolle. Die Gemeinde hat deshalb den Krisenstab einberufen.
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Im norwegischen Krokstadelva hat ein Grossbrand mehrere Häuser zerstört.
Foto: IMAGO/NTB

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Grossbrand in Krokstadelva zerstört am Freitagnachmittag mehrere Reihenhäuser und Gebäude

  • Feuer griff auf nahegelegenen Wald über, verursachte mehrere Waldbrände

  • Dutzende Bewohner obdachlos, Feuerwehrmann leicht verletzt

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Sandra MarschnerRedaktorin News-Desk

Ein verheerendes Feuer hat am Freitagnachmittag im norwegischen Krokstadelva, rund 50 Kilometer südwestlich von Oslo, mehrere Reihenhäuser und umliegende Gebäude zerstört. In einem Polizeibericht am Freitagabend heisst es, dass über 100 Wohneinheiten, darunter Reihen- und Einfamilienhäuser zerstört worden seien. Auch auf den umliegenden Wald hatte sich der Brand ausgebreitet. Die Feuerwehr kämpft seit Stunden gegen die Flammen. Doch selbst am Abend ist die Lage noch nicht unter Kontrolle, wie lokale Medien berichten. Laut dem Sender DRM24 brach der Brand gegen 15.40 Uhr in einer Wohneinheit aus und breitete sich rasch auf weitere Gebäude sowie das umliegende Gelände aus. 

Die Lage eskalierte rasch: Gegen 17.30 Uhr griff das Feuer auf den nahegelegenen Wald über und verursachte mehrere Waldbrände, berichtet DRM24. Die Behörden sahen sich gezwungen, ein Flugverbot über dem betroffenen Gebiet zu verhängen. Sechs Löschhelikopter werden eingesetzt, um die Ausbreitung der Flammen einzudämmen, während die Feuerwehr mit über 60 Einsatzkräften am Boden versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Ein Feuerwehrmann wurde leicht verletzt. Weitere Meldungen zu Verletzten oder zu Vermissten liegen der Polizei bislang nicht vor. Mehrere Anwohner wurden vom Gesundheitsdienst überwacht. 

Flammen sprangen innert Minuten von Haus zu Haus

Augenzeugen berichteten von lauten Explosionen. In einer Notfallwarnung schrieb die Polizei: «Verlassen Sie den Bereich. Schliessen Sie Türen, Fenster und Lüftungsschächte, schalten Sie die Belüftung nach Möglichkeit ab.» Zudem warnte die Polizei: «Es besteht die Gefahr einer Explosion und giftiger Dämpfe.» Anwohner in der Umgebung wurden aufgefordert, die Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge freizuhalten, da die Rettungskräfte weiterhin im Grosseinsatz sind. Die Polizei hat das Gebiet weiträumig abgesperrt.

Durch die Wetterverhältnisse werde die Brandbekämpfung zusätzlich erschwert, sagte Einsatzleiter Glenn Espen Kustner gegenüber «Aftenposten»: «Der Wind nimmt zu, und das wird eine Herausforderung. Dieser Brand wird noch eine Weile andauern.» Er fügte hinzu, dass der Wind voraussichtlich auch am Samstag noch zunehmen werde. Derzeit habe sich der Wind gedreht und treibe das Feuer in Richtung neuer Wohngebiete. 

Die Flammen breiten sich rasant aus. Der Einsatzleiter des Polizeibezirks Südost, Frode Presthus, erklärt gegenüber «Dagbladet»: «Das Feuer hat sich in nur wenigen Minuten ausgebreitet. Es springt von Haus zu Haus über.»

Mehrere Dutzend Menschen verlieren ihr Zuhause

Medienberichten zufolge haben mehrere Dutzend Menschen ihr Zuhause verloren. Mehrere Hundert Menschen wurden bislang evakuiert. Die Dramatik der Lage veranlasste die Gemeinde Drammen, den Krisenstab einzuberufen. Bürgermeister Kjell Arne Hermansen bestätigte gegenüber «Dagbladet», dass die Stadt alle notwendigen Massnahmen ergreife, um den Betroffenen zu helfen. 

Die Ursache des Feuers bleibt unklar, die Ermittlungen dauern an. Mehrere Feuerwehrfahrzeuge sowie ein Grossaufgebot an Einsatzkräften sind vor Ort, um die Lage zu bewältigen. Es wird erwartet, dass die Löscharbeiten bis in die Nacht andauern.

«Ich bin schockiert. Mein Kindheitsheim. Mein Viertel»

Die norwegische Influencerin Benedicte Haugaard hat ihr Elternhaus in den Flammen verloren, wie sie am Freitagabend auf Instagram mitteilte. «Ich bin schockiert. Mein Kindheitsheim. Mein Viertel», schrieb sie in einem Beitrag und teilte mehrere Aufnahmen von dem Grossbrand. «Das Zuhause meiner Mama, der guten Nachbarn, der Kindheitsfreunde und ihrer Eltern, von Bekannten und Unbekannten – über 100 Häuser wurden im Handumdrehen weggefegt. Wie konnte das passieren?!», drückte sie ihren Schock weiter aus. 

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Gegenüber dem Sender NRK erzählte Anwohner Ergun Akyuz (13), dass er und sein Vater von einigen Bewohnern, die nicht zu Hause waren, angerufen wurden, ob sie ihre Katze abholen könnten. «Aber wir durften nicht hineingehen, um das Tier zu holen, also standen wir dort und warteten etwa fünfzehn Minuten», sagte Akyuz dem Sender. Im Haus hätten sie dann eine laute Explosion gehört und entschieden sich zu gehen. 

«Das ist die grösste Tragödie, die ich je erlebt habe»

Auch das Ehepaar Leila und Bestom Osman ist verzweifelt. Erst vor Kurzem haben sie sich ein Haus in der Gegend gekauft, erzählen sie gegenüber «Aftenposten». Nun müssen sie hilflos dabei zugehen, wie ein Haus nach dem anderen den Flammen zum Opfer fällt. «Die Kameras rund ums Haus zeigen überhaupt kein Bild. Ich weiss nicht, ob es an einem Stromausfall liegt oder ob sie kaputt sind», beschrieb Leila Osman die nagende Ungewissheit gegenüber der Zeitung. 

Ebenfalls vor Ort sind Allan Iversen (21), Daniel Alexander Carlsen (20) und Benjamin Fjellheil Pedersen (19). Sie versuchen die Medienvertreter vor Ort zu unterstützen, indem sie ihnen Wasser und Essen gekauft haben. «Das ist die grösste Tragödie, die ich je erlebt habe», sagt Pedersen zu «Aftenposten». Carlsen wuchs in einem der abgebrannten Häuser auf.

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