US-Streitkräfte fangen iranische Angriffe ab
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Im Nahen Osten:US-Streitkräfte fangen iranische Angriffe ab

Saudi-Arabien schlägt erstmals gemeinsam mit den USA zurück
Iran greift US-Stützpunkte an

Der Iran hat am Dienstag Raketen auf US-Truppen im Nahen Osten abgefeuert. Die USA reagierten mit gezielten Luftangriffen, gemeinsam mit Saudi-Arabien – das erstmals offen an der Seite der USA agiert.
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Nach Angaben des US-Militärs hat der Iran mehrere Raketen auf amerikanische Truppen im Nahen Osten abgefeuert.
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Darum gehts

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  • Iran greift am Dienstag US-Truppen im Nahen Osten mit Raketen an
  • USA und Saudi-Arabien reagieren mit gezielten Luftangriffen im Irak
  • Iran stoppt drei Öltanker im Persischen Golf, Details unklar
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran eskaliert erneut. Nach Angaben des US-Militärs hat der Iran am späten Dienstag mehrere Raketen auf amerikanische Truppen im Nahen Osten abgefeuert. Sämtliche Geschosse seien von der Luftabwehr abgefangen worden, Verletzte habe es keine gegeben.

Die Attacke markiert eine neue Eskalationsstufe. Erstmals seit der jüngsten Feuerpause griff der Iran direkt US-Stellungen mit ballistischen Raketen an. Nach Angaben des US-Zentralkommandos (Centcom) handelte es sich um einen «Überraschungsangriff».

Gemeinsame Vergeltungsschläge

Nur kurze Zeit später reagierten die USA – und zwar nicht allein. Gemeinsam mit Saudi-Arabien flogen amerikanische Streitkräfte gezielte Luftangriffe gegen Stellungen iranisch unterstützter Milizen im Irak. Laut Centcom richteten sich die Angriffe gegen Einrichtungen, von denen aus Angriffe auf US-Truppen sowie auf saudische Energieanlagen vorbereitet worden sein sollen.

Das saudische Verteidigungsministerium bestätigte parallel eigene «qualitative Präzisionsschläge» gegen Milizen im Irak. Die Ziele seien Gruppen gewesen, die für Drohnenangriffe auf Ölanlagen im Königreich verantwortlich gemacht werden. Bereits Anfang der Woche hatte Saudi-Arabien mehrere Drohnen abgefangen, die laut Riad aus dem Irak gestartet worden waren und iranisch unterstützten Milizen zugeschrieben werden.

Proiranische Miliz vermeldet 20 Tote im Irak

Die Volksmobilisierungskräfte PMU – ein Bündnis aus paramilitärischen und proiranischen Milizen im Irak – vermeldeten am Mittwoch auf Telegram, dass bei den Angriffen der USA und Saudi-Arabiens mindestens 20 Kämpfer getötet und 32 weitere verletzt worden seien. Stützpunkte der Organisation in den Provinzen Bagdad, Wasit, Ninive, Basra, Kirkuk, Kerbela und Diyala seien getroffen worden, was zu unterschiedlich schweren Sachschäden an Stützpunkten, Fahrzeugen und militärischer Ausrüstung geführt habe. Unabhängig liessen sich diese Angaben nicht überprüfen. 

Der irakische Ministerpräsident Ali al-Saidi hat nach den Angriffen der USA und Saudi-Arabiens eine Notfallsitzung des Sicherheitsrats einberufen. Wie die Staatsagentur INA berichtet soll es bei dem Treffen in Bagdad um die Sicherheitslage und die Luftangriffe gehen. 

Saudi-Arabien rückt näher an Washington

Dass Saudi-Arabien nun offen gemeinsam mit den USA militärisch gegen iranisch unterstützte Gruppen vorgeht, gilt als bemerkenswerter Schritt. Das Königreich hatte sich in den vergangenen Jahren meist um eine vorsichtige Balance gegenüber Teheran bemüht. Die jüngsten Angriffe auf saudische Öl-Infrastruktur scheinen diese Zurückhaltung jedoch beendet zu haben.

Mit den neuen Militärschlägen droht der Konflikt erneut auf weitere Länder der Region überzugreifen. Beobachter warnen vor einer Spirale gegenseitiger Vergeltungsangriffe, nachdem die Hoffnungen auf eine Beruhigung der Lage zuletzt wieder gestiegen waren.

Iran meldet Angriff auf drei Öltanker

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklärten am Mittwoch zudem, ihre Marine habe drei Öltanker im Arabischen Golf angegriffen und gestoppt. Die Schiffe hätten Warnungen ignoriert und seien auf einer «unsicheren und illegalen Route» unterwegs gewesen, hiess es in einer Mitteilung der IRGC.

Gleichzeitig betonten die Revolutionsgarden, sie hätten weiterhin die «volle Kontrolle über die Strasse von Hormus». Die strategisch wichtige Meerenge zählt zu den bedeutendsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Ölhandel. Zudem drohte das Korps, «illegale Interventionen» der US-Streitkräfte in der Region würden «nicht unbeantwortet bleiben».

Eine unabhängige Bestätigung der iranischen Angaben lag zunächst nicht vor. Auch blieb zunächst unklar, welche Tanker betroffen sein sollen und unter welcher Flagge sie fuhren.

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