Darum gehts
- 34 Westschweizer Feuerwehrleute bekämpfen riesigen Waldbrand in der französischen Region Gironde
- Tausende Feuerwehrleute, 18 Flugzeuge, 1500 Militärangehörige mobilisiert gegen Feuer
- 42'000 Hektar Land zerstört, Hitze bis zu 40 Grad erwartet
Seit Samstag unterstützen 34 Feuerwehrleute aus der Romandie ihre französischen Kollegen im Kampf gegen einen riesigen Waldbrand in der Gironde. 42'000 Hektar Land wurden bereits zerstört. Der Westschweizer Fernsehsender «RTS» hat mit dem Leiter der Schweizer Delegation gesprochen.
«Dies ist ein völlig beispielloser Brand», sagt Nicolas Schumacher. Die Aufgaben, denen sich die Feuerwehrleute stellen müssen, sind kein Zuckerschlecken. «Bevor wir unsere Einsatzkräfte einsetzen, müssen wir sicherstellen, dass Fluchtwege vorhanden und das Gebiet mit Fahrzeugen erreichbar ist. Daher ist eine Aufklärung unerlässlich, um den Verlust von Ausrüstung oder, schlimmer noch, von Einsatzkräften zu vermeiden.»
Tausende Feuerwehrleute im Einsatz
Zwar ist das Feuer aktuell unter Kontrolle, ab Mittwoch könnte eine weitere Hitzewelle mit bis zu 40 Grad die Lage aber wieder erschweren. Trockene Winde könnten wieder Brandherde entfachen.
Bei den Einsatzkräften darf die Wachsamkeit also noch nicht nachlassen. Die französischen Behörden haben 2750 Feuerwehrleute mobilisiert, unterstützt von 18 Flugzeugen, 1500 Militärangehörigen und 1440 Polizisten.
Düstere Warnung von Feuerwehrchef
Noch bis mindestens Sonntag bleiben die Schweizer vor Ort. Die Unterstützung aus der Romandie könnte jedoch länger andauern. Frankreich hat die Entsendung eines zweiten Kontingents angefordert, um das erste abzulösen.
Die Schweizer Feuerwehrleute können in Frankreich wertvolle Erfahrung sammeln. «Diese Art von Einsatz ermöglicht es uns, zu lernen, mit deutlich erfahreneren Personen in Kontakt zu treten, die Mechanismen eines Vegetationsbrandes dieser Grössenordnung zu verstehen, die Mittel zu seiner Bekämpfung, die entsprechenden Strategien und Taktiken kennenzulernen», erläutert Schumacher.
Er formuliert eine düstere Warnung: «Wir müssen uns vorbereiten, denn ein beispielloser Waldbrand in der Vegetation und den Wäldern der Schweiz ist leider nur eine Frage der Zeit.»