Darum gehts
- Neue US-Luftangriffe auf iranische Ziele bei der Strasse von Hormus
- Trump: «Sie wollen einen Deal»
- Luftalarm in Bahrain und Kuwait wegen iranischem Gegenschlag
Die USA setzen ihre massiven Attacken im Süden des Iran fort. In der Nacht auf Donnerstag griff das Militär mindestens 90 Ziele im Iran an, wie das zuständige Regionalkommando Centcom mitteilte. Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump (80) erklärt, dass der Waffenstillstand wahrscheinlich «vorbei» sei. Der Iran meldete am Donnerstagmorgen, dass bei den US-Angriffen in den vergangenen zwei Tagen insgesamt 14 Menschen gestorben sind. 78 Personen wurden verletzt.
Das Centcom gab die neuerlichen Angriffe zunächst auf X bekannt. Man wolle die iranische «Fähigkeit schwächen, die Freiheit der Schifffahrt in der Strasse von Hormus zu bedrohen». Die Angriffe erfolgten «auf Anweisung des Oberbefehlshabers» (Trump). Sie sollen sich auf Drohnenabwehrsysteme, Raketenlagerstätten und militärische Schnellboote konzentriert haben.
Raketen fliegen Richtung Jordanien
Die Luftangriffe seien eine «Vergeltungsmassnahme für die gestrigen Angriffe des Iran auf Schiffe», sagte Trump. «Sollte sich das wiederholen, wird es noch viel schlimmer kommen!» Als Reaktion schickte der Iran Drohnen in Richtung Bahrain und Kuwait. Berichte über Schäden lagen zunächst nicht vor. In beiden Ländern heulte in der Nacht der Luftalarm.
Iranische Medien meldeten am Donnerstagmittag zudem weitere Explosionen an verschiedenen Standorten im Land. Jordanien gab zudem an insgesamt acht Raketen aus Teheran kommend, abgewehrt zu haben.
Trump: Iran will Deal
«Sie wollen unbedingt einen Deal machen», sagte der US-Präsident auf dem Flug vom Nato-Gipfel in der Türkei zurück in die USA. Der Iran habe angerufen. Allerdings wisse er nicht, ob sie sich an einen Deal halten würden. «Sie sind etwas verrückt.»
Nach Angaben der US-Marine gegenüber CNN befinden sich aktuell mindestens 19 US-Kriegsschiffe in der Region.