Wegen KI-Boom
Apple-Computer massiv teurer – auch in der Schweiz!

Die künstliche Intelligenz braucht massiv viele Chips. Das merkt auch Apple: MacBooks und iPads sind ab sofort deutlich teurer. Bei iPhones gibts noch eine Gnadenfrist – und für Schnellentschlossene einen Trick.
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Auch der günstigste Mac wird teurer: Das MacBook Neo kostet nun 100 Franken mehr.
Foto: Thomas Benkö
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Thomas BenköJournalist & AI Innovation Lead

Wolltest du gerade einen Mac kaufen? Dumm gelaufen. Denn Apple hat eben seine Preise angepasst – nach oben. Wie das andere Hersteller schon gemacht haben.

So kostet etwa das (ehemals) günstige MacBook Neo mit 679 Franken plötzlich 100 Franken mehr. Beim MacBook Pro sinds mit 1899 Franken gleich 300 Franken mehr.

Blick hat einen Schnellvergleich mit alten und neuen Preisen gemacht. Immer mit dem Basismodell. Wer mehr Speicher oder einen grösseren Bildschirm will, zahlt noch nochmals mehr.


VorherNeuAnstieg
MacBook Neo579 Fr.679 Fr.+17,3 %
MacBook Air1049 Fr.1249 Fr.

+19,1 %

MacBook Pro1599 Fr.1899 Fr.

+18,8 %

iMac1249 Fr.1499 Fr.

+20 %

iPad349 Fr.429 Fr.

+22,9 %

iPad Air579 Fr.729 Fr.

+25,9 %

iPad Pro999 Fr.1149 Fr.

+15,3 %

Apple TV149 Fr.199 Fr.+33,6 %

Der Grund heisst ChatGPT, Claude, Gemini & Co. Kurz: KI. Die Welt erlebt einen unglaublichen Boom bei der künstlichen Intelligenz. 

Genauer gesagt: KI-Rechenzentren brauchen für ihre Hochleistungs-Chips eine besonders schnelle Speichersorte namens HBM, kurz für High Bandwidth Memory. Dieser Speicher basiert auf DRAM, ist aber viel aufwendiger zu produzieren als normaler Arbeitsspeicher. Branchenanalysten gehen davon aus, dass HBM pro Gigabyte mehr als dreimal so viel Wafer-Kapazität bindet wie herkömmlicher DRAM. Wenn Samsung, SK Hynix und Micron ihre Produktion auf HBM ausrichten, bleibt deshalb weniger Kapazität für normalen RAM übrig – also etwa für MacBooks, iPads, iPhones und PCs. Weil KI-Kunden hohe Preise zahlen und grosse Mengen abnehmen, priorisieren die Hersteller zunehmend dieses Geschäft. 

Flash-Speicher für SSDs und Handy-Speicher ist dagegen eine andere Speicherart und wird durch HBM nicht direkt verdrängt. 

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«In über 40 Jahren in keinem Bereich je erlebt.»
Tim Cook, Noch-Apple-CEO
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Apple-CEO Tim Cook sagte dem «Wall Street Journal», eine solche Entwicklung habe er «in über 40 Jahren in keinem Bereich je erlebt».

Immerhin: Bei iPhones bleiben die Preise stabil – aber wohl nur bis zum nächsten Modell im Herbst. Experten gehen davon aus, dass wir dann auch dort einige Hundert Franken mehr aus dem Portemonnaie nehmen müssen.

Schnäppchenjäger aufgepasst

Für Schnellentschlossene gibts noch einen Trick. Der Preisanstieg kam so rasant, dass einige Online-Shops noch die alten, tieferen Preise gespeichert haben. Ein wenig googeln kann sich also lohnen.

Anleger sehen die Preiserhöhung bei Apple kritisch und denken wohl, dass der Konzern weniger Geräte verkauft. Nach Preiserhöhung rasselte der Kurs der Apple-Aktie am Donnerstag um über sechs Prozent in die Tiefe.

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