Darum gehts
- Beim Thema Schlaf trendet das sogenannte «Mouth Taping»
- Experten warnen: Trend kann Atmungsprobleme verschlimmern und falsche Sicherheit schaffen.
- Auch Fussballer Haaland klebt sich nach eigenen Aussagen beim Schlafen den Mund zu
Erneut geht ein Trend um, der eventuell mehr schadet als nützt. Die Rede ist von «Mouth Taping», dem Zukleben des Mundes vor dem Schlafen. Gemäss zahlreichen Anhängern, so auch unserem neuen Fussball-Liebling Erling Haaland soll ein Lippenpflaster einen gesunden und erholsamen Schlaf garantieren. Durch das Pflaster ist eine Atmung nur noch über die Nase möglich. Dadurch sollte weniger geschnarcht werden oder Zahnfleischentzündungen gehemmt werden.
Experten sehen Trend kritisch
Studien gibt es momentan wenige, Experten sehen den Trend eher kritisch. Der Schlafmediziner Sebastian Zaremba meint: «Grundsätzlich wird es den meisten nicht schaden, aber auch nicht viel nützen.» Eine leichte Verbesserung konnte gemäss einer Studie bei Personen mit Mundtrockenheit erreicht werden.
Trotzdem rät der Experte ab, sich den Mund mit Tape zu verkleben. Denn bei tatsächlichen Atmungsproblemen wird das Problem kaschiert. Dadurch entstehe eine falsche Sicherheit, die auf Dauer schädlich werden könne.
Schlafprobleme können entstehen
Zudem können durch das Taping bei einer schwachen Nasenatmung künstliche Atempausen entstehen, die Schlafprobleme erst begünstigen. Der Schlafmediziner rät deswegen bei nächtlichen Atemproblemen ärztlichen Rat beizuziehen und der Ursache auf der Grund gehen.
Eine Atmung durch die Nase ist gemäss Zaremba von Vorteil, da die Nase die eingeatmete Luft filtert und so bereits einige Keime abtötet.