Gewaltige Wasserhose auf dem Bodensee
0:20
Leser filmt seltenes Spektakel:Gewaltige Wasserhose auf dem Bodensee

Weiträumige Umfahrung
Erdrutsch im Wallis

Seit Dienstagnachmittag ziehen Gewitter über die Schweiz. Überschwemmungen, Blitzeinschläge und kräftige Böen hielten die Rettungskräfte in der Nacht auf Mittwoch auf Trab. Im Ticker halten wir dich über die Folgen und Updates auf dem Laufenden.
Kommentieren
1/10
Am Mittwoch geht es mit gewaltigen Gewitterzellen, wie hier in Aefligen im Kanton Bern, weiter.
Foto: Leserreporter

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Unwetterwarnung für weite Teile der Schweiz bis Mittwoch, 20 Uhr
  • Warnstufe 3: Gefahr durch Blitze, Überschwemmungen und umstürzende Bäume
  • Temperaturen steigen am Wochenende wieder auf etwa 30 Grad
01.07.2026, 05:52 Uhr

Schick uns deine Unwetter-Story!

Bist du vom Unwetter betroffen, ist deine Tiefgarage vollgelaufen – oder musste dein Flug wegen der Gewitter umgeleitet werden? Dann schick uns deine Bilder und Videos per Whatsapp 079 813 8041 oder via Mail an redaktion@blick.ch.

01.07.2026, 21:31 Uhr

Alle weiteren Informationen auf Blick.ch

Die Wetterlage hat sich nach den Unwettern vom Dienstag und Mittwochvormittag wieder beruhigt. An dieser Stelle schliessen wir diesen Ticker. Alle weiteren Wetter-Entwicklungen findest du weiterhin auf Blick.ch.

01.07.2026, 16:15 Uhr

Erdrutsch im Chablais

Hier ist aktuell kein Durchkommen.

Im Kanton Wallis an der Grenze zu Frankreich ist es zu einem Erdrutsch gekommen. Das meldete die Alertswiss-App am Mittwochnachmittag gegen 16.10 Uhr. Passiert ist es in Bouveret im Bezirk Monthey. Eine Umleitung wurde über den Pas de Morgins eingerichtet.

Die Bevölkerung wird dazu aufgerufen, das betroffene Gebiet weiträumig zu umfahren und die Anweisungen der Notfalldienste und Behörden zu befolgen. 

Der Touring Club Schweiz (TCS) meldete auf seiner Webseite, dass die Strasse zwischen Vouvry und Bouveret bis auf Weiteres gesperrt wurde.

01.07.2026, 13:29 Uhr

«Noch nie eine so grosse Wasserhose gesehen»

Mehrere Meldungen über die Sichtung einer enormen Wasserhose auf dem Bodensee erreichen am Mittwochnachmittag die Redaktion. «Bin auf dem Heimweg von Romanshorn und ich habe noch nie eine so grosse Wasserhose gesehen», schreibt ein Leser.

In der Tat ist das Phänomen, was von der Seeoberfläche bis hoch in die Wolken ragt beeindruckend. Auf die Frage, was sie denn gedacht habe, als sie die Wasserhose gesehen habe, sagt eine Leserin: «Dass ich kurz googeln muss» und lacht.

Leservideo zeigt die gewaltige Wasserhose
0:20
Über dem Bodensee:Leservideo zeigt die gewaltige Wasserhose

Eine Wasserhose ist ein Wetterphänomen, bei dem ein rotierender Wirbel aus Luft und Wasser von einer Wasseroberfläche in den Himmel ragt. Sie entsteht durch aufsteigende warme, feuchte Luft, die abkühlt und kondensiert. 

Winde in verschiedenen Höhenlagen können dabei für Rotation sorgen, wodurch eine Trichterwolke entsteht. Sobald der Wirbel die Wasseroberfläche berührt, ist die Wasserhose vollständig. Sehr oft kommt das auf dem Bodensee nicht vor und eigentlich auch eher im Spätsommer oder Herbst, wie Recherchen zeigen.

01.07.2026, 12:11 Uhr

Swiss: «Wir sind an unsere Grenzen gestossen»

Das Unwetter über dem Flughafen Zürich hat auch den Flugbetrieb der Swiss erheblich beeinträchtigt. «Besonders herausfordernd war, dass das heftige Gewitter längere Zeit nahezu stationär über dem Flughafen war», erklärt Swiss-Mediensprecher Michael Pelzer auf Blick-Anfrage. 

Die Auswirkungen der sogenannten «Handlingsstopps» waren aussergewöhnlich: 26 Swiss-Flüge mit mehr als 2800 Fluggästen mussten am Dienstagabend an andere Flughäfen wie beispielsweise Basel, Genf oder Stuttgart umgeleitet werden. «Ausserdem mussten wir 25 Flüge mit insgesamt über 2300 betroffenen Fluggästen annullieren», beschreibt Pelzer die Lage. 

Foto: KEYSTONE

Die Mitarbeiter hätten die ganze Nacht damit verbracht, für die betroffenen Passagiere geeignete Lösungen zu finden. Dazu gehörten die Organisation von Hotelzimmern sowie die Bereitstellung von Bussen für einen Transport nach Zürich. 

«Aufgrund der ausserordentlichen Grössenordnung dieses Ereignisses sind wir sowohl bei der Betreuung vor Ort als auch bei der Kommunikation mit derart vielen Passagieren an unsere Grenzen gestossen. Wir bedauern ausserordentlich, dass wir nicht für alle Gäste gleich schnell zufriedenstellende Lösungen gefunden haben», so Pelzer. 

Auch am Mittwoch hat das Ereignis noch Folgen. Zusätzliche 57 Flüge mussten annulliert werden – davon betroffen sind 6300 Passagiere. 

Am Abend werden erneut Gewitter über Kloten erwartet. «Wenn in diesem Zusammenhang Hotelübernachtungen oder Taxifahrten nötig werden, übernehmen wir als Airline diese Kosten. Unsere Passagiere können die Belege im Nachgang bei unserem Kundendienst einreichen – dann kümmern wir uns um eine möglichst schnelle und unkomplizierte Rückzahlung.»

01.07.2026, 10:50 Uhr

Jetzt wird es im Westen ungemütlich

Nachdem die Region Bern am Morgen heftig von einer Gewitterzelle getroffen wurde, zieht bereits das nächste Unwetter ins Land hinein. Im Westen gilt deshalb Gefahrenstufe Rot (grosse Gefahr). Bis um 11.30 Uhr warnt Meteo Schweiz erneut vor Überflutungen und heftigen Böen. 

Bis und mit Mittwochabend kommt es schweizweit immer wieder zu Unwettern. Anschliessend dürfte sich das Wetter wieder beruhigen. 

01.07.2026, 10:15 Uhr

Heftiger Regen unterspült Kleintalstrasse in Uri

Auch im Kanton Uri wüten seit gestern Unwetter und der Regen setzt auch den Strassen zu. «Die Kleintalstrasse in Isenthal wurde unterspült», sagt eine Leserin gegenüber Blick.

Auf der Website des Kanton Uri ist zu lesen, dass «intensive Regenfälle zu mehreren Elementarereignissen» führten. Es kam zu Murgängen, Bäche sind über die Ufer getreten und es kam auch zu einem kleineren Waldbrand infolge eines Blitzeinschlags. Verletzt worden sei niemand, heisst es. 

Neben der Kleintalstrasse mussten auch weitere Strassen gesperrt werden.

01.07.2026, 09:39 Uhr

Gewitterzelle zieht Richtung Osten

Das nächste Unwetter ist im Anmarsch. Aktuell warnt der Bund vor einem Gewitter der Stufe 4 (grosse Gefahr) in der Region Bern sowie Freiburg (Murten). Es ist mit herunterstürzenden Ästen, Überflutungen und Hagel zu rechnen. 

In Bern schüttet es wie aus Kübeln
0:46
Leservideos zeigen:In Bern schüttet es wie aus Kübeln

Ein Leservideo aus Bern-Bümpliz zeigt Starkregen. Der Leserreporter erklärt dazu: «Hier ist gerade Weltuntergang.» Auf der Strasse vor seinem Büro hat sich das Wasser angesammelt. «Neuer Bümplizersee», kommentiert er ironisch. 

Später zieht die Gewitterzelle weiter Richtung Osten über die Zentralschweiz. Bereits gestern traf es die Kantone Obwalden, Nidwalden, Uri und Luzern hart. Die Kleine Schliere in Alpnach OW verwandelte sich in einen reissenden Fluss. 

01.07.2026, 08:51 Uhr

Unwetter-Chaos geht weiter: 70 Flüge am Flughafen Zürich annulliert

Heftige Gewitter haben am Dienstagabend den Flugbetrieb am Flughafen Zürich massiv beeinträchtigt. Wegen einer lang anhaltenden Gewitterzelle direkt über dem Flughafen musste der Betrieb zeitweise eingestellt werden. Die Folgen waren weitreichend: Mehr als 30 Maschinen konnten nicht in Zürich landen und wurden unter anderem nach Stuttgart, Genf, Basel und Lyon umgeleitet. Zudem wurden insgesamt 44 Flüge gestrichen – 24 Landungen und 20 Starts.

Um den Rückstau zu bewältigen, erteilten die Behörden eine Ausnahmebewilligung für Flüge nach dem regulären Betriebsschluss um 23.30 Uhr. So konnten noch 29 zusätzliche Flüge – 14 Landungen und 15 Starts – abgefertigt werden.

Auch am Mittwoch geht das Unwetter-Chaos weiter. Zwar startete der Flugbetrieb normal, wie der Flughafen Zürich auf Anfrage erklärt, aufgrund der Auswirkungen des Unwetters mussten seit 7 Uhr jedoch rund 70 Flüge annulliert werden. 

Reisenden wird empfohlen, sich vor der Abreise bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Status ihres Fluges zu informieren, da sich die Situation im Tagesverlauf weiter verändern kann.

01.07.2026, 06:57 Uhr

Wasserfälle am Bahnhof Winterthur

Auch die solideste Schweizer Bauweise ist solch heftigen Regengüssen nicht immer gewachsen, wie ein Video vom Bahnhof Winterthur zeigt. Sturzbachartig ergiesst sich das Wasser heute Morgen auf die Pendlerinnen und Pendler. 

Am Bahnhof Winterthur regnets an mehreren Stellen rein
0:16
Blick-Journalistin vor Ort:Am Bahnhof Winterthur regnets an mehreren Stellen rein
01.07.2026, 06:39 Uhr

Karte zeigt: Hier schüttete es am heftigsten

Weite Teile der Schweiz haben eine heftige Gewitternacht hinter sich. Am extremsten traf es laut «Meteo News» Flühli LU, gefolgt von Opfikon ZH und den Flughafen Zürich. 

Die Karte zeigt die Niederschlagsmengen der letzten 24 Stunden.

Vorüber ist es allerdings auch heute noch nicht – Meteo Schweiz hält für den Grossteil des Landes nach wie vor Gefahrenstufe 3 für möglich. Die Warnung gilt bis heute Abend 20 Uhr. 

Nach zwei Wochen Schwitze-Hitze sind die Temperaturen aktuell wieder etwas zurückgegangen. Der Blick auf die Wetterkarte zeigt jetzt: Bis zum kommenden Wochenende kann es hier und da ungemütlich werden – in Form von Schauern und Gewittern.

Schon am Dienstagnachmittag geht es laut der Vorhersage des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie (MeteoSchweiz) im Flachland los mit den Niederschlägen. Auch am Abend kann es nass werden, lokal sind grössere Niederschlagsmengen wahrscheinlich.

Ostschweiz bekommt am Mittwoch Regendusche

Die Regenprognose geht um 16 Uhr von Regen in der West- und Ostschweiz aus, bevor es am Abend vor allem die Zentralschweiz erwischt. Am Mittwochmorgen kann es dann von Sitten VS im Südwesten bis Schaffhausen im Norden in grossen Teilen der Schweiz regnen.

Der Bund warnt von Dienstag, 16 Uhr, bis Mittwoch, 20 Uhr, in weiten Teilen der Schweiz vor möglichen Gewittern. Die Warnstufe 3 wurde ausgerufen, es besteht erhebliche Gefahr. In Val de Travers gilt sogar die Warnstufe 4. Der Bund warnt Es kann zu Blitzeinschlägen kommen, Bäume können umstürzen, auch Überschwemmungen sind möglich. Bergkämme, Bäume, Masten oder Türme und offene Flächen solltest du in dieser Zeit meiden.

In diesen Regionen könnte es gewittern
  • Val de Travers
  • La Chaux-de-Fonds – Le Locle NE
  • Vallée de Joux
  • Saint-Cergue VD
  • Kerenzerberg–Seeztal
  • ganzer Kanton Zürich
  • ganzer Kanton St. Gallen
  • weite Teile der Zentralschweiz
  • weite Teile des Kanton Berns
  • Nordbünden
  • ganzer Kanton Aargau
  • ganzer Kanton Schaffhausen
  • Baselbiet
  • ganzer Kanton Solothurn
  • Region Appenzell
  • Val de Travers
  • La Chaux-de-Fonds – Le Locle NE
  • Vallée de Joux
  • Saint-Cergue VD
  • Kerenzerberg–Seeztal
  • ganzer Kanton Zürich
  • ganzer Kanton St. Gallen
  • weite Teile der Zentralschweiz
  • weite Teile des Kanton Berns
  • Nordbünden
  • ganzer Kanton Aargau
  • ganzer Kanton Schaffhausen
  • Baselbiet
  • ganzer Kanton Solothurn
  • Region Appenzell

So schnell kann es brenzlig werden

Wie schnell es brenzlig werden kann, zeigen Fotos eines Leserreporters aus Seedorf UR. Dort hat Schlamm eine Strasse in Richtung Bauen nach einem Erdrutsch verschmutzt. Am Strassenrand türmten sich die Schuttmassen auf. «Ich war mit meinem Auto unterwegs und war dann schockiert, als ich das gesehen habe. Ich bin dann sicherheitshalber umgekehrt», berichtete der verblüffte Leserreporter.

Am Abend fegte zudem ein Hagelsturm über die Stadt Luzern. Zudem blitzte und donnerte es gewaltig, wie das Video eines Leserreporters zeigte. Mehrere Hagelkörner fielen auf seinen Balkon.

«Vor allem am Alpennordhang und in der Ostschweiz grössere Niederschlagsmengen wahrscheinlich», schreibt MeteoSchweiz zum Mittwoch. Die Regionen Bern und Nordwestschweiz bleiben dagegen im Verlauf des Tages weitestgehend verschont.

Wochenende wird wieder sonnig

Am Mittwochmorgen ist es temperaturtechnisch in den Niederungen ungewohnt frisch bei ungefähr 18 Grad. Die Maximaltemperatur über den Tag dürfte 26 Grad nicht übersteigen. Kommt es zu Gewittern, können diese von kräftigen Böen begleitet werden.

Der Donnerstag präsentiert sich meist sonnig, am Alpennordhang können Niederschläge aber nicht ausgeschlossen werden. In den Niederungen bleibt es morgens frisch bei um die 15 Grad.

Zum Wochenende wird das Wetter dann wieder besser. Am Freitag kann es in der Ostschweiz noch ein wenig tröpfeln. Am Wochenende lacht grösstenteils wieder die Sonne vom Himmel bei Temperaturen um die 30 Grad.

Kommt es bei dir zum Hagelsturm, hat eine Böe deinen Garten verwüstet oder geht bei dir gerade die Welt unter? Dann melde dich bei uns per Whatsapp auf die Nummer 079 813 8041 oder via Mail an redaktion@blick.ch. 

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen