Darum gehts
- Am Donnerstag drohen teils heftige Gewitter in der Schweiz
- Unwetterwarnung Stufe 3: Blitz, Hagel, Sturm
- Betroffene Regionen: Wallis, Zentralschweiz, Tessin und Ostschweiz ab 14 Uhr
Das wars – wir schliessen den Ticker
Die Lage hat sich inzwischen beruhigt. Damit beenden wir unseren Wetter-Ticker. Vielen Dank fürs Mitlesen. Über weitere Entwicklungen rund ums Wetter sowie über alle anderen wichtigen News halten wir euch natürlich weiterhin auf Blick.ch auf dem Laufenden.
Unwetter wüten auch in Italien – eine Person gestorben
Die heftigen Unwetter haben auch bei unseren südlichen Nachbarn gewütet und Teile Norditaliens verwüstet. In der Emilia-Romagna kam ein Autofahrer in Bomporto (Modena) ums Leben, als sein Wagen bei starkem Regen mit einem anderen Fahrzeug kollidierte, berichtet «La Reppubblica».
In Bologna blockierten umgestürzte Bäume etliche Strassen, Busse wurden umgeleitet. In vielen Regionen sorgten Stromausfälle für Chaos. Auch in Mantua war die Lage dramatisch, mit über 20 Feuerwehreinsätzen, entwurzelten Bäumen und Schäden an Gebäuden.
Baum stürzt auf Zeltplatz
Das scheint gerade noch mal gut gegangen zu sein. Wie Bilder einer Leserreporterin zeigen, wurde am Mittwoch auf dem Campingplatz Amriswil in Uttwil im Kanton Thurgau ein Baum durch den Sturm entwurzelt und auf den Zeltplatz gestürzt.
«Zum Glück ohne Personenschaden», schreibt die Leserin. Wie knapp das aber war, zeigt besonders ein Foto. Der Baum scheint direkt vor einem Zelt heruntergekracht zu sein.
«Wurden aus unserer Siesta geweckt»
Nicht nur in der Schweiz stürmt es. Ein Paar, das gerade in Baveno auf der italienischen Seite des Lago Maggiore Ferien macht, wurde von den heftigen Sturmböen überrascht. «Wir wurden aus unsere Siesta geweckt».
Sie sagen aber auch, dass sie Glück gehabt hätten, dass sie zum richtigen Augenblick von ihrem Ausflug auf die Isola dei Superiore zurückkehrten. «Sonst wäre die Retour-Fahrt auch ungemütlich geworden.»
Die ersten Wolken lassen Hagel und Regen runter
Bei den Bildern könnte einem glatt der Song von Roland Kaiser im Kopf stecken bleiben: «Ich glaub es geht schon wieder los». Hier gehts allerdings nicht ums Verlieben, sondern ums Thema Unwetter.
Bilder aus Minusio im Tessin und Hemishofen im Kanton Schaffhausen zeigen schon wieder massig Regen und fette Hagelkörner. Im Tessin geht man jetzt halt «lädelen» oder macht Spiele mit der Familie, statt den Tag in der Badi zu verbringen, sagt ein Leser.
Eine Anwohnerin aus Hemishofen sieht das Unwetter positiv: «In zwanzig Minuten gabs 25 Millimeter Wasser. Das können wir endlich gebrauchen. Der letzte richtige Regen war vor etwa vier Wochen», sagt sie.
Sende uns deine Gewitter-Impressionen
Gewitterzellen treibern in der Schweiz ihr Unwesen. Bist du von den Unwettern betroffen? Berichte uns, was du erlebst – gerne auch mit Videos und Bildern. Erreichbar sind wir über unsere Whatsapp-Nummer 079 813 80 41 sowie den Leserreporter-Button in der Blick-App.
Wo aktuell grosse Unwetter-Gefahr herrscht
Die Gewitterlage in der Schweiz zeigt sich am Nachmittag dynamisch. Noch bis 15.20 Uhr gilt in Schaffhausen grosse Unwetter-Gefahr, gleiches gilt bis 15.50 Uhr auch in Marthalen und Stammheim ZH. In Steckborn und Müllheim TG sowie im Rheintal gilt erhebliche Gefahr. Auch im Wallis kann es ungemütlich werden.
Erhebliche Gefahr bedeutet: Äste können abbrechen und einzelne Bäume umstürzen, Rutschungen an steilen Hängen werden vom Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie (Meteo Schweiz) nicht ausgeschlossen. Bäche können zu reissenden Fluten werden, Überflutungen sind möglich. Hagel kann Schäden verursachen.
Grosse Gefahr heisst, dass es in den betroffenen Gebieten zusätzlich zu Blitzeinschlägen kommen kann.
Nachdem einige Regionen lokal von einem Gewitter geweckt wurden, stellt sich am Mittwochmorgen zunächst eine ruhigere Wetterphase ein. Am Nachmittag ist jedoch Schluss damit.
«Es muss verbreitet mit teils kräftigen Gewittern gerechnet werden – es besteht Unwetterpotenzial», warnt der Wetterdienst Meteo News auf X.
Unwetter am Nachmittag
Auch der Bund warnt ab 12 Uhr in grossen Teilen der Schweiz vor möglichen Gewittern der Stufe 3 (erhebliche Gefahr). Es ist mit erhöhter Blitzaktivität, Hagel, heftigen Winden, Abbrechen von Ästen und Umstürzen von Bäumen zu rechnen.
Ein Blick auf das Niederschlagsradar zeigt, dass die Unwetter ab circa 14 Uhr von Westen nach Osten über die Schweiz ziehen. Am meisten betroffen sind zunächst die Westschweiz, das Wallis, die Zentralschweiz und das Tessin. Dies zeigen auch Leseraufnahmen. «Im Moment wütet ein starkes Gewitter mit Sturmböen in Locarno», meldet ein Leserreporter der Redaktion. Auf dem Video ist zu sehen, dass der Horizont aufgrund des starken Regens gar nicht mehr richtig zu sehen ist.
In Schaffhausen herrscht mittlerweile Gefahrenstufe Rot (grosse Gefahr).
Bereits am Dienstag wüteten vor allem in der Zentralschweiz heftige Gewitter. In den Regionen Solothurn und Luzern stürzten zahlreiche Bäume um – auch Autos wurden getroffen. Mehrere Leserreporter berichteten, dass das Unwetter plötzlich aufgetreten sei.
Gewitterzellen steuern auf die Schweiz zu. Bist du von den Unwettern betroffen? Berichte uns, was du erlebst – gerne auch mit Videos und Bildern. Erreichbar sind wir über unsere Whatsapp-Nummer 079 813 80 41 sowie den Leserreporter-Button in der Blick-App.