Ein Mann aus Pakistan (†28) wollte am Samstagabend gegen 19.45 Uhr bei Windisch AG vom Aaresteg Mülimatt in den Fluss springen. Seine Kollegen sahen die Gefahr, flehten ihn an, es zu lassen – vergeblich. Der Mann sprang. Er tauchte danach noch einmal kurz auf, schrie verzweifelt um Hilfe und ging dann vor den Augen seiner Freunde unter.
Am Tag zuvor verschwand zudem ein Somalier (†20) beim Schwimmen in der Reuss. Mittlerweile konnten beide Männer tot aufgefunden werden, wie die Kapo Aargau am Donnerstag in einer Medienmitteilung schreibt.
Beim Flusskraftwerk in Döttingen fanden Angestellte am Dienstagmorgen, 30. Juni 2026, eine männliche Leiche. Bei einem Suchflug mit einer Drohne sichtete die Regionalpolizei Brugg am Nachmittag in der Reuss bei Gebenstorf ebenfalls eine tote Person.
Ohne Fremdeinwirkung ertrunken
Die Ermittlungen der Kantonspolizei, der Staatsanwaltschaft sowie des Instituts für Rechtsmedizin Aarau haben die Identität der Verstorbenen klären können. So handelt es sich bei dem in Döttingen gefundenen Mann um den 28-jährigen Pakistani. Auch konnte der in Gebenstorf aus der Reuss geborgene Leichnam als der seit Freitagabend vermisste 20-jährige Somalier identifiziert werden. Nach vorliegenden Erkenntnissen waren beide Männer ohne Fremdeinwirkung beim Baden im Fluss ertrunken.
Am Samstag geriet ein Schweizer (†71) zudem beim Schwimmen bei Münsingen BE plötzlich in Not. Der Mann war auf Höhe der Autobahnraststätte in den Fluss gestiegen, als ihn die Kräfte verliessen. Er verlor das Bewusstsein und trieb davon. Obwohl ihn andere Badegäste noch aus dem Wasser zogen, kam im Spital jede Hilfe zu spät.