«Es war für uns alle mega hart»
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Mehmet war Teil der Suchtruppe:«Es war für uns alle mega hart»

Drei Tage nach Gummiboot-Drama in der Reuss herrscht traurige Gewissheit
Leiche von Aron B. (†5) in Merenschwand AG gefunden

Nun herrscht traurige Gewissheit. Der fünfjährige Bub, der am Samstag bei einem Gummiboot-Unfall an der Reuss verschwunden war, ist tot. Drittpersonen fanden das Kind am Dienstagnachmittag in Merenschwand AG.
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Blick-Reporter Beat Michel (links) trifft Helfer auf der Reussbrücke. Rechts neben ihm: Mehmet Miftari.
Foto: Beat Michel

Seit dem 20. Juni suchten Polizei, Feuerwehr und Freiwillige mit Hochdruck nach Aron B.* Der Fünfjährige verschwand am Samstag, nachdem er mit seinen Eltern und seiner Schwester (7) mit einem Schlauchboot auf der Reuss unterwegs gewesen war.

Nun ist klar: Der Bub ist tot. Das leblose Kind wurde am Dienstagnachmittag in der Gemeinde Merenschwand an der Reuss entdeckt. Die Kantonspolizei Aargau bestätigt, dass ein totes Kind aufgefunden worden sei. Zum jetzigen Zeitpunkt würden alle Anzeichen darauf hindeuten, dass es sich bei dem Kind um Aron B. handelt.

Hier wurde Aron B. (†5) entdeckt
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Fundort am Reuss-Ufer:Hier wurde Aron B. (†5) entdeckt

Schlauchboot prallte mit Baum zusammen

Das Schlauchboot von Arons Familie prallte am Samstag kurz vor 14 Uhr bei Mühlau AG mit einem Baum zusammen und kenterte. Während sich die restliche Familie an Land retten konnte, kam für Aron jede Hilfe zu spät.

Dutzende Freiwillige hatten sich am Dienstag in den sozialen Medien für eine Suchaktion verabredet und den Tag über die Reuss abgesucht, schildert ein Leserreporter vor Ort. «Es war ein Freiwilliger, der die Leiche entdeckt hat», sagt er. Die Polizei sei mittlerweile mit mehreren Patrouillen aufgetaucht. Auch die Ambulanz sei vor Ort. «Der Fundort wurde abgesperrt.» Die Freiwilligen würden nun vor Ort gemeinsam trauern.

Emotionale Suche

Auch Mehmet Miftari (28) aus Bremgarten AG hat sich an der Suche beteiligt. «Es war ganz emotional. Ich habe auch zwei Kinder», beschreibt der 28-Jährige seine Gefühle. Die Suche habe bereits früh morgens begonnen. «Es war für alle sehr hart. Alle Helfer seien den ganzen Tag unglaublich angespannt gewesen. Gegen 17.30 Uhr sei der Bub schliesslich gefunden worden. «Die Familie kam dann auch dazu», so Miftari über den Moment der traurigen Gewissheit. Eine Stunde zuvor habe auch die Polizei in dem betroffenen Gebiet gesucht. «Da haben sie ihn aber nicht noch nicht gefunden.»

Kathrin Wettstein (34) Mediensprecherin bei der Kantonspolizei Aargau erklärt, dass die Einsatzzentrale um kurz vor 18 Uhr die Meldung erhalten habe, dass ein lebloses Kind am linken Reuss-Ufer aufgefunden wurde.

Polizeisprecherin gibt Auskunft zum Vermisstenfall
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Wie beurteilt die Polizei private Suchaktionen?

Seit Samstag habe man intensiv nach dem Kind gesucht. Drohnen, Boote und Helikopter standen im Einsatz. Als der Bub verschwand, sei der Wasserspiegel nicht sonderlich hoch gewesen. «Fliessende Gewässer bergen jedoch immer ein gewisses Gefahrenpotenzial, sowohl an der Wasseroberfläche als auch unter Wasser.»

Wie beurteilt die Kantonspolizei die private Suchaktion? Wettstein: «Es ist absolut verständlich, dass Angehörige alles daran setzen, den Bub möglichst schnell zu finden.» Dies sei jedoch auch mit einem gewissen Sicherheitsrisiko verbunden. Diese gehe einerseits vom Gewässer aus, andererseits auch von der möglichen Situation, wenn man den Buben dann finde. «Für die Personen, die den Bub aufgefunden haben, wurde ein Care Team aufgeboten.»

«Es tut weh»

Für Miftari als Vater sei die gesamte Situation schwierig gewesen. «Es tut weh. Es tut mir mega leid für die ganze Familie. Ich spreche mein tiefstes Beileid aus.»

Während der schwierigen Stunden hat der Bodenleger auch grosse Solidarität erlebt. «Es gab Menschen, die haben uns Essen und Wasser vorbeigebracht. Ich möchte mich bei allen bedanken.» Die Helfer sind erleichtert, Aron nun endlich gefunden zu haben. «Das war unser Ziel.»

Aktuell bleiben sie noch vor Ort und versuchen, das Erlebte zu verarbeiten. Teilweise waren sie am Montag bis in die Nacht am Suchen. «Wir suchten bis es dunkel war.»

* Name geändert 

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