Darum gehts
- Auto stürzte bei Alp Hochsäss 100 Meter Abhang hinunter, zwei Tote
- 18-Jähriger und 19-Jährige starben, 21-Jähriger schwer verletzt
- Einsatzkräfte flogen Verunglückte und Fahrzeug mit Helikoptern aus
Kurz nach 2 Uhr in der Nacht auf Mittwoch waren vier Personen in einem Auto von der Alp Hochsäss Richtung Alp Chläui bei Mädris-Vermol im Kanton St. Gallen unterwegs. Aus noch ungeklärten Gründen kam das Auto von der Strasse ab und stürzte folglich den steilen Hang hinunter.
Das Fahrzeug überschlug sich mehrmals und kam rund 100 Meter weiter unten zum Stillstand, heisst es in einer Mitteilung der Kantonspolizei. Sowohl ein 18-Jähriger als auch eine 19-Jährige wurden dabei tödlich, ein 21-Jähriger schwer verletzt. Ein 17-Jähriger konnte sich nach dem Unfall mit leichten Verletzungen selbständig in die nahegelegene Alp Chläui begeben. Die dort anwesenden Personen alarmierten daraufhin den Notruf.
Die Strasse ist abgelegen und schmal. Verkehrswege wie jener, auf dem sich der Unfall ereignete, sind meist nur für landwirtschaftliche Fahrzeuge oder Allradfahrzeuge ausgelegt, weisen keine bis kaum Leitplanken auf und sind oft unbeleuchtet. Die Umgebung ist typisch hochalpin, geprägt von steilen Gras- und Geröllhängen, durchsetzt mit einzelnen Fels- und Bewaldungsabschnitten. Unmittelbar neben der Fahrbahn schliesst ein Steilhang an.
Schwieriger Einsatz
Der 21-Jährige und der 17-Jährige wurden in jeweils einem Helikopter der Rega und einem Helikopter der Alpine Air Ambulance ins Spital geflogen. Alle vier Personen sind Schweizer Staatsangehörige und in der Region wohnhaft.
Die Unfallaufnahme und Bergung gestalteten sich aufgrund des abgelegenen Unfallortes für die Einsatzkräfte herausfordernd. Die Verstorbenen und auch das Unfallauto wurden mit Helikoptern aus dem Gebiet ausgeflogen, heisst es in der Mitteilung weiter. Die Kantonspolizei St.Gallen errichtete bei der Alp Kohlschlag einen Führungsstandort, von wo aus der Einsatz koordiniert wurde.
Unter Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons St.Gallen klärt die Kantonspolizei St.Gallen jetzt den Unfallhergang.