Darum gehts
- In Zürichs Kreis 10 fiel um 2.44 Uhr grossflächig der Strom aus
- EWZ sprach von «Störung aufgrund technischer Ursachen»
- Betroffen waren Höngg und Wipkingen, Notbeleuchtungen blieben in Betrieb
Um 2.44 Uhr gingen im Stadtzürcher Kreis 10 grossräumig die Lichter aus. Noch eine Stunde später hielt der Stromausfall an. Leserreporter Remo B. zu Blick: «Wenn ich herumschaue, ist alles dunkel.»
Auch Bilder in sozialen Medien zeigen Dunkelheit, mit der Ausnahme von Notbeleuchtungen. «Ja, in Höngg ist der Strom ausgefallen», schreibt ein User auf Reddit. «Es gab ein kurzes Flackern, dann eine Sekunde, in der Computer und andere elektronische Geräte ausfielen, und schliesslich ging das Licht ganz aus.»
Abwasser gelangt in die Limmat
Rund eineinhalb Stunden nach dem Ausfall bestätigte das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) auf seiner Website eine «Störung aufgrund technischer Ursachen». Dann, Punkt 5 Uhr, floss der Strom wieder. Doch der Ausfall hat noch weitreichendere Konsequenzen.
Gemäss ersten Erkenntnissen der Polizei kam es aufgrund des Ausfalls zu einem kurzfristigen Austritt von ausschliesslich vorgereinigtem Wasser aus der Kläranlage Werdhölzli. Dieses noch verunreinigte Wasser floss anschliessend in die Limmat, wie die Stadtpolizei in einer Medienmitteilung schreibt. Weil Verschmutzungen des Wassers zurzeit nicht ausgeschlossen werden können, wird davon abgeraten, am Sonntag unterhalb der Werdinsel bis zum Kraftwerk Dietikon in der Limmat zu baden, schwimmen oder sich mit dem Boot auf die Limmat zu begeben.
Kreis 10 und Oerlikon betroffen
Ein Anruf bei der Stadtpolizei hatte bestätigt, dass der Kreis 10 weiträumig betroffen war. Zum Kreis 10 im Nordwesten der Stadt gehören Höngg und Wipkingen.
Laut einem Leserreporter waren auch Teile von Oerlikon betroffen. Ebenfalls seit 2.44 Uhr war es dort an der Leutschenbachstrasse und weiteren Gebieten dunkel gewesen, meldete ein Blick-Leserreporter. «Hunderte Wohnungen in Hochhäusern und zig Geschäfte sind betroffen.»
Über die genau Ursache des Stromausfalls lagen zunächst keine Angaben vor. Das EWZ sprach lediglich von einer «22kV-Störung».