Das Rennen
Red Bull geht aufs Ganze. Beim Heim-GP in der Gluthitze von Spielberg wittern die Bullen mit Max Verstappen ihre Siegeschance und zögern deswegen den letzten Boxenstopp bis zur 50. Runde (von 71) raus. Mit frischeren Reifen soll dem Holländer der entscheidende letzte Angriff auf Spitzenreiter George Russell gelingen.
Doch die Hypothek von elf Sekunden wiegt letztlich zu schwer. Im Ziel sinds noch 1,6 Sekunden Rückstand. Der britische Pole-Setter Russell gewinnt seinen siebten GP der Karriere und sorgt zugleich für den siebten Mercedes-Triumph im achten WM-Lauf 2026. Verstappen bleibt Rang zwei – knapp (0,3 Sekunden) vor dem am Schluss heranbrausenden WM-Leader und Russell-Teamkollegen Kimi Antonelli. Die Frage sei erlaubt: Was wäre möglich gewesen, hätte Verstappen nicht aus der dritten Reihe (5.) starten müssen?
Auf alle Fälle ist Verstappen der Mann, der vor seinen zahlreich angereisten Fans, der «Orange Army», beim Österreich-GP die grosse Show liefert. Der vierfache Weltmeister taucht ziemlich rasch hinter dem beim Start auf Rang zwei vorgestossenen Lewis Hamilton auf. Zweimal verstricken sich die ehemaligen WM-Rivalen in packenden Fights.
Hamilton wagt zwei Wochen nach seinem Sieg in Barcelona als Einziger der Top 5 eine Dreistopp-Strategie und verpasst als Fünfter den Sprung aufs Podest. Teamkollege Charles Leclerc bleibt sogar nur Rang acht. Mit den Startpositionen zwei (Leclerc) und drei (Hamilton) gehört Ferrari zu den Verlierern des Tages.
Audi
11. Gabriel Bortoleto
12. Nico Hülkenberg
Als Elfter und Zwölfter belegen die beiden Audi-Piloten die zwei undankbarsten Plätze im Schlussklassement. Der siebte Nuller in Serie für den Sauber-Nachfolger ist Tatsache. Die vier Ausfälle (Valtteri Bottas, Sergio Pérez, Carlos Sainz und Lance Stroll) spielen weder dem Brasilianer Bortoleto noch dem Deutschen Hülkenberg in die Karten. Beiden Piloten gelang vor einem Jahr in Spielberg (8. Bortoleto, 9. Hülkenberg) der Sprung in die Punkte.
Die Stimmen
George Russell (noch 40 Punkte hinter Antonelli): «Es war ein langer Weg zum zweiten Sieg der Saison. Am Ende kam Verstappen immer näher, aber es kam keine Panik auf. Danke auch an Mercedes. Nächsten Sonntag fahre ich in Silverstone, darauf freue ich mich.»
Max Verstappen (zweiter Podestplatz 2026 nach Montréal): «Es war ein gutes Rennen für uns. Das Auto war diesmal okay, wir müssen mit dem zweiten Platz zufrieden sein.»
Kimi Antonelli: «Der Start war keine Glanztat. Aber am Ende hatte ich richtig Spass. Schade, ich wäre gerne noch zwei Runden gefahren...»
Das gab zu reden
Zweimal müssen die Fahrer wegen des virtuellen Safety-Cars die Geschwindigkeit drosseln. Verantwortlich dafür sind die beiden Williams-Piloten Carlos Sainz und Alexander Albon. Der Spanier Sainz stellt seinen Boliden wegen eines Defekts unfreiwillig auf der Start-/Zielgeraden ab. Der Thailänder Albon fährt eine Kurve zu eng, weswegen ein Poller auf die Strecke fliegt und danach dort liegen bleibt.
Die WM-Klassemente
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So gehts weiter
Vom österreichischen Spielberg zieht der F1-Tross direkt weiter nach Grossbritannien. In Silverstone stehen am Samstag (4. Juli) der vierte Sprint und am Tag danach (5. Juli) der neunte GP des Jahres auf dem Programm.



