Das Rennen
Freud und Leid bei McLaren – während Lando Norris auf dem Hungaroring in Mogyorod bei Budapest seinen Vorjahressieg wiederholt und seinen insgesamt zwölften GP-Triumph einfährt, ist Oscar Piastri der grosse Pechvogel des Tages. Dabei startet der Australier fulminant, als er in der ersten Runde von Position drei an Charles Leclerc (fällt auf Rang fünf zurück) und an Pole-Setter Norris vorbei an die Spitze stürmt. Dann, nach etwas mehr als der Rennhälfte, kommt Piastri beim Überrunden der Williams von Carlos Sainz in die Quere. Durch die Berührung verliert er wertvolle Zeit. Der grosse Profiteur ist dabei Norris. Der amtierende Weltmeister aus Grossbritannien taucht nach seinem zweiten Boxenstopp, den er später als Piastri absolviert, vor dem Teamkollegen wieder auf der Strecke auf. Piastri muss in der Schlussphase das Rennen wegen eines Getriebeschadens auf Platz zwei liegend sogar aufgeben. Ein gebrauchter Tag für ihn.
Während der durch Piastri ausgelösten virtuellen Safety-Car-Phase lässt sich das Ferrari-Duo Lewis Hamilton und Leclerc weiche Reifen aufziehen. Hamilton will so noch Kimi Antonelli überholen und den WM-Leader von Rang drei verdrängen. Ein Unterfangen, das scheitert. Einerseits kommt der Brite am Italiener nicht vorbei und andererseits erhält er auch noch eine Fünf-Sekunden-Strafe, weil er zu schnell in der Boxengasse unterwegs gewesen ist. «Die verteilen ja Strafen wie verrückt», klagt Hamilton, der – wie Antonelli – in der Startaufstellung drei Positionen nach hinten versetzt worden ist. Hamilton wird deswegen sogar nur Fünfter – hinter Leclerc. Der Rückstand des siebenfachen WM-Champions gegenüber Antonelli wächst so auf 50 Punkte an.
Der zweite Platz geht an Max Verstappen. Der Red-Bull-Holländer sorgt für das Überholmanöver des Tages, als er am Ende der Start-/Zielgeraden sogleich an Liam Lawson und dem überraschten Hamilton vorbeidüst. Einen Rückschlag erleidet derweil George Russell. Nach einem total missratenen Beginn und dem Zurückfallen auf Position 19 bleibt dem Mercedes-Teamkollegen von Antonelli letztlich nur Rang sieben.
Audi
9. Nico Hülkenberg
11. Gabriel Bortoleto
Die Null ist bei Hülkenberg endlich weg. Im elften GP der Saison fährt der Deutsche erstmals 2026 in die Top 10. Für Rang neun gibts zwei Punkte, wodurch der Sauber-Nachfolger mit seinen neu zwölf Zählern in der Konstrukteurs-Wertung Williams (elf Punkte) von Rang acht verdrängt. Bortoleto verblüfft, indem er mit der weichsten Mischung unaufgeregt lange Zeit seine Runden dreht, während die Mehrheit längst von den Medium-Reifen auf den härtesten Gummi gewechselt hat. Der Poker mit der Ein-Stopp-Strategie geht knapp nicht auf. Der Brasilianer wird Elfter.
Das gab zu reden
Der 27-jährige Aston-Martin-Pilot Lance Stroll (13. in Ungarn) knackt als 25. F1-Fahrer die Marke von 200 Grands Prix. Neben Nico Hülkenberg (260) und Andrea de Cesaris (208) hat es der Kanadier dabei in einem WM-Lauf nie ganz zuoberst aufs Podest geschafft. Rekordhalter ist mit 436 Grands Prix Strolls spanischer Teamkollege Fernando Alonso (14.).
Die WM-Klassemente
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So gehts weiter
Die Formel 1 verabschiedet sich nach elf Grands Prix und vier Sprintrennen in die Sommerpause. Die nächste Station heisst dann Zandvoort in Holland (Sprint am 22. August, GP am 23. August).



