Heisse Debatte zum Wechsel
Ist der neue Job von Klopp bei Red Bull böse – oder einfach nur normal?

Auch am Tag nach der Vorstellung von Jürgen Klopp bei Red Bull gehen die emotionalen Wogen hoch. «Zurecht!», meint Blick-Sportchef Emanuel Gisi. «Wo liegt das Problem?», fragt Blick-Fussballchef Tobias Wedermann. Ein Pro und Kontra.
Kommentieren
1/6
Jürgen Klopp ist der neue «Head of Global Soccer» von Red Bull.
Foto: imago/Picture Point LE
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.

Klopp bei Red Bull – wo ist das Problem?

Foto: RMS


Tobias Wedermann, Blick-Fussballchef:
Geld regiert die Welt – auch im Fussball. Das hat bereits Tradition und ja, Red Bull gibt es in diesem Business (noch) nicht lange. Ja und? Red Bull hat in den letzten 20 Jahren Klubs in Salzburg, Leipzig, New York und São Paulo mit innovativen Konzepten Flügel verliehen. Der Konzern mit weltweit fast 18’000 Angestellten revolutionierte den gesamten Sport durch datengestützte Analysen, wissenschaftliche Methoden und effektive Talentförderung. 

Objektiv betrachtet dient das Red-Bull-Konzept in fast allen Belangen als Vorbild für Vereine in aller Welt. Die von Red Bull ausgebildeten Trainer gehören zu den besten ihres Fachs. Leipzigs Zuschauerschnitt liegt bei 45'140 (96 Prozent Auslastung) und ist auf Platz 6 in der Bundesliga. Wo ist das Problem? Nutzen sie einen Graubereich bei der Inhaberstruktur? Welche Investoren machen das nicht? «Don’t hate the player, hate the game.» Die wahre Ursache ist vielmehr der Neid und der eigene Frust der Fussballfans darüber, dass RB zuletzt so viel erfolgreicher und professioneller gearbeitet hat als viele glorreiche Traditionsklubs, die sich genauso glorreich selber heruntergewirtschaftet haben.

Klopp bei Red Bull – das wird noch einen Moment wehtun

Foto: Foto: Ringier Medien Schweiz, 21.02.24 Mitarbeiterportrait. Emanuel Gisi, Sportchef, Blick.


Emanuel Gisi, Blick-Sportchef:
Es stimmt: Wenn Leute behaupten, früher sei alles besser gewesen, liegt das meist an ihrem schlechten Gedächtnis. Aber natürlich war manches schöner: die Fussballwelt zum Beispiel vor dem Red-Bull-Universum. Was haben die Limonadenverkäufer aus Österreich alles auf dem Kerbholz: In ihrer Heimat kaperten sie den Traditionsklub Austria Salzburg, entkernten ihn und liessen ihn ausbluten. Nach ihrem Einstieg in Deutschland vollführten sie allerhand Winkelzüge, um überhaupt in der Bundesliga auflaufen zu dürfen. Mit Tricks so billig, dass sich manch ein Hütchenspieler in der Fussgängerzone dafür schämen würde. Das deutsche Bundeskartellamt jedenfalls soll sich die Sache derzeit anschauen. 

Oder denken wir an die Wortschöpfung RasenBallsport, mit der das Red-Bull-Kürzel am Werbeverbot vorbei in den Leipziger Vereinsnamen gewürgt wurde. Sie entlarvt die Red-Bull-Klubs als das, was sie am Ende sind: Trittbrettfahrer in der glamourösen Fussballwelt. Die Überlegung: Wer gegen klingende Namen in grossen Wettbewerben antritt, bekommt selber auch etwas Glanz und Geld ab. Machen wir uns nichts vor: RB wird nicht verschwinden. Aber dass jetzt ausgerechnet eine Fussball-Saftwurzel wie Jürgen Klopp, «The Normal One», in diesem seelenlosen, von Technokraten geplanten, auf den ultimativen Erfolg getrimmten Gebilde, verschwindet – das wird noch einen Moment wehtun.

«Sehe mich nicht mehr an der Seitenlinie»
1:20
Jürgen Klopp stellt klar:«Sehe mich nicht mehr an der Seitenlinie»
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Bundesliga 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
1. FC Köln
1. FC Köln
0
0
0
1
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
0
0
0
1
Bayern München
Bayern München
0
0
0
1
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
0
0
0
1
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
0
0
0
1
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
0
0
0
1
FC Augsburg
FC Augsburg
0
0
0
1
FSV Mainz
FSV Mainz
0
0
0
1
Hamburger SV
Hamburger SV
0
0
0
1
RB Leipzig
RB Leipzig
0
0
0
1
SC Freiburg
SC Freiburg
0
0
0
1
SC Paderborn 07
SC Paderborn 07
0
0
0
1
Schalke 04
Schalke 04
0
0
0
1
SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
0
0
0
1
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
0
0
0
1
Union Berlin
Union Berlin
0
0
0
1
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
0
0
0
1
Werder Bremen
Werder Bremen
0
0
0
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Abstieg
Relegation Play-Offs
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen