«Wenn ihr meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg»
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Klopp stellt Regeln auf:«Wenn ihr meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg»

Klopp startet mit Ansage in die Zeit als DFB-Trainer
«Wenn ihr meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg»

Jetzt ist es ganz offiziell: Jürgen Klopp wird nach dem WM-Debakel die deutsche Nationalmannschaft übernehmen. Der Kult-Trainer spricht bei seiner Präsentation viel, dabei ist auch eine klare Ansage zu hören.
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Jürgen Klopp erscheint gut gelaunt zur Vorstellungs-Pressekonferenz auf dem DFB-Campus in Frankfurt.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jürgen Klopp ist neuer Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Vertrag bis 2030
  • Marc Kosicke wird als «Co-Trainer für Strategie» eine Schlüsselrolle übernehmen
  • Klopp appelliert an Einigkeit und fordert von Spielern Herzblut und Geduld
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Carlo SteinerRedaktor Sport

Was alle bereits vor der DFB-Pressekonferenz am Freitagmittag wussten, ist nun auch offiziell: Jürgen Klopp (59) ist neuer Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Er hat einen Vertrag bis nach der WM 2030 unterschrieben.

Sein langjähriger Gefährte Peter Krawietz (54), Pepijn Lijnders (43), mit dem er bei Liverpool schon zusammengearbeitet hat, und Sven Bender (37), den er als BVB-Coach trainierte, werden seine Co-Trainer. Zudem werde sich Marc Kosicke, der als Klopps Berater bekannt wurde, als externer Mitarbeiter um die administrativen und organisatorischen Dinge abseits des Platzes kümmern, wie DFB-Präsident Bernd Neuendorf (65) erklärt. Klopp bezeichnet Kosicke als «Co-Trainer für Strategie, Entwicklung und Innovation» – eine interessante Rolle, die sicher noch zu reden geben wird.

Interessant ist auch die Entwicklung der Laune von Jürgen Klopp im Verlauf der rund 75-minütigen Medienkonferenz. Nach einem kurzen Witz zum Auftakt – «es wäre auch eine coole Nummer gewesen, wenn ihr jetzt alle hierhergekommen wärt und das DFB-Gremium dann entschieden hätte, dass ich nicht Trainer werde» – kommt er schnell auf ernste Dinge zu sprechen. Denn diese liegen ihm ganz offensichtlich sehr am Herzen. Noch bevor irgendein Journalist irgendeine Frage stellen konnte, bekommen die Medienvertreter eine klare Ansage. «Ich war schon überrascht – nicht verärgert, noch nicht –, wie viel im Prozess an die Presse drang.» Ob man, wenn man was erfährt, das dann auch direkt raushauen muss, stellt Klopp infrage. «Wenn ihr euch danebenbenehmt und meine Familie nicht in Ruhe lasst, bin ich weg. Ich mache diesen Job, obwohl ich gesehen habe, wie ihr mit Nagelsmann umgegangen seid.»

Stimmung an PK entspannt sich mit der Zeit

Klopp appelliert an die Einigkeit, das Herzblut, das jeder einzelne Spieler an den Tag legen müsse, an die Akribie, die nötig sei, um erfolgreichen Fussball zu spielen, an die Geduld, die es trotz grosser Erwartungshaltung brauche. Die Spieler sollen ihm zeigen, dass es etwas ganz, ganz Besonderes ist, für die Nationalelf zu spielen. «Und das ist keine Drohung an die Spieler. Nicht, dass einer von euch etwas draus macht. Es ist eure Aufgabe, zu versuchen, mich zu verstehen, wenn ich schon rede», erinnert er die Anwesenden an den Punkt von zu Beginn.

Je länger die Konferenz dauert, desto entspannter wirkt Klopp dann aber. Er schweift nach links und rechts aus, hält teils minutenlange Monologe. «Es scheint, als ob du Pressekonferenzen doch etwas vermisst hast», kann sich die DFB-Pressesprecherin einen Zwischenkommentar nicht verkneifen. In der Tat scheint er den Termin zunehmend zu geniessen, die Witze in Klopp-Manier nehmen zu: «Die Bayern müssen sich keine Sorgen machen, dass ich, weil Hans-Joachim Watzke (BVB-Präsident und DFB-Vize), Sven Bender (Ex-BVB-Spieler, Anm. d. Red.) und ich hier sind, nur noch Dortmunder aufbiete – oder nur Leipziger, weil ich mal bei Red Bull gearbeitet habe.»

Die Pressekonferenz im Ticker zum Nachlesen: 

24.07.2026, 12:33 Uhr

Ende der PK

Nach gut einer Stunde ist die erste Klopp-PK beim DFB zu Ende. Danke fürs Mitlesen.

24.07.2026, 12:33 Uhr

Klopp freut sich auf Arbeit mit Rudi Völler

«Rudi Völler ist für mich ein wahnsinnig wichtiger Ansprechpartner. Er weiss, wie es bisher gemacht wurde. Seine Erfahrung und seine Art will ich gerne in meinem Team haben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Er hat mir auch versprochen, mir noch ein paar alte Fussballgeschichten zu erzählen, die ich noch nicht kenne – obwohl ich dachte, ich kenne alle.»

24.07.2026, 12:29 Uhr

Klopp macht Witz auf Kosten eines Journalisten

«Anzug und Krawatte sicher nicht. Aber Trainingsanzug auch nicht wahrscheinlich. Mal gucken, was wir finden. Ich bin älter geworden – und du auch», antwortet Klopp mit viel Humor auf die Frage, was er an der Seitenlinie für Kleider tragen wird.

24.07.2026, 12:26 Uhr

Neuendorf erklärt Kosicke-Situation

Der langjährige Berater von Klopp, Marc Kosicke, wird ebenfalls einen Job haben, wie Klopp bereits erklärt hat. «Es war klar, dass die beiden nur im Paket zu haben sind. Jürgen hat ihn gerade als Co-Trainer bezeichnet für eher administrative Dinge abseits des Fussballplatzes. Das ist unser Verständnis, dass er die künftig für das Trainerteam übernimmt. So haben wir den Vertrag auch aufgesetzt. Er ist wohlgemerkt nicht Mitarbeiter des DFB. Er ist aber eine wichtige Schnittstelle in den Verband hinein», erklärt DFB-Präsident Bernd Neuendorf.

24.07.2026, 12:19 Uhr

Klopp witzelt über BVB-Verbindungen

«Die Bayern müssen sich keine Sorgen machen, dass ich weil Hans-Joachim Watzke (BVB-Präsident, Anm. d. Red.), Sven Bender (Ex-BVB-Spieler) und ich hier sind, nur noch Dortmunder aufbiete. Auch wenn das witzig wäre. Oder nur Leipziger, weil ich mal bei Red Bull gearbeitet habe.»

24.07.2026, 12:15 Uhr

«Die Spieler haben alle ein Telefon»

«Ich kann den Kontakt mit der Mannschaft auch haben, obwohl wir nicht täglich trainieren. Die haben alle ein Telefon. Ich habe nicht hunderte Trainingseinheiten geplant und merke dann, dass ich die letzte erst 2078 leiten kann.» Klopp erklärt, dass man die Anzahl der Trainingseinheiten nun mal nicht ändern kann.

24.07.2026, 12:11 Uhr

«Es braucht Zeit»

«Die Erwartungshaltung ist in Deutschland natürlich enorm. Julian hat wahrscheinlich gesagt, er will Weltmeister werden, und dann haben die Leute gesehen, was dabei herauskam.» Aber Klopp hat Verständnis. «Wenn er gesagt hätte, er will ins Halbfinale, wäre auch was los gewesen.» Klar wolle man immer das Höchste erreichen, aber dafür brauche es auch Zeit, die einem heutzutage selten gegeben werde.

24.07.2026, 12:03 Uhr

Klopp will keine Positionen im Detail besprechen

Angesprochen auf Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger, erklärt Klopp, dass er keine Positionen im Detail besprechen will. «Es werden die besten Spieler spielen, die Bock haben und mit dem DFB-Trikot noch etwas besser werden.»

24.07.2026, 11:58 Uhr

«Das ist die Aufgabe von euch Medien»

«Die Jungs sollen mir zeigen, dass es etwas ganz, ganz Besonderes ist, für die Nationalelf zu spielen. Es ist auch für mich die grösste Ehre, hier zu sitzen. Und das ist keine Drohung an die Spieler. Nicht, dass einer von euch etwas draus macht. Es ist eure Aufgabe, mich nicht ständig misszuverstehen, zu versuchen, mich zu verstehen, wenn ich schon rede. Ich werde versuchen, alles richtig zu machen, kann es aber nie allen recht machen.»

24.07.2026, 11:52 Uhr

Klopp gibt kurzen Taktik-Vorgeschmack

«Wir werden keine Manndeckung spielen, obwohl die beste Mannschaft in Deutschland Manndeckung spielt. Wichtig ist, dass wir eine klare Fussballidee erkennen lassen. An der WM hat die Viererkette gewonnen, das werden wir auch tun. Wir werden auch mit Flügeln spielen, da jeder Gegner den Raum gut eng machen kann. Ich möchte auch mit der Nationalmannschaft, das die Leute nach dem Spiel denken: «Wow, das ist cool.»»

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