«Ich weiss, die Aktion von Xhaka hat Murat aufgeregt»
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Hakan Yakin vermisst Support:«Ich weiss, die Aktion von Xhaka hat Murat aufgeregt»

Bruder Hakan über Nati-Zoff
«Erwarte mehr Rückendeckung für Murat»

Hakan Yakin spricht im Blick Kick Klartext. Der Bruder von Nati-Coach Murat Yakin äussert sich zur Trainingskritik von Granit Xhaka und sagt, was er von Nati-Direktor Pierluigi Tami erwartet.
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Hakan Yakin stellt klar, was er vom Nati-Zoff hält.
Foto: KEYSTONE/URS FLUEELER
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Sebastian WendelReporter Fussball

Auch über eine Woche nach Granit Xhakas Larifari-Kritik mit Blick aufs Training in der Schweizer Nationalmannschaft erregt das Thema die Gemüter. «Ein Granit Xhaka mit 116 Länderspielen darf sagen, was er denkt», sagt Alex Frei im Interview mit dem Sonntagsblick. Dem entgegnet Yakins Bruder Hakan: «An alle Trainer, die jetzt sagen, dass Granit das darf: Was, wenn einer von euren Spielern in den Medien euer Training kritisiert?»

Hakan Yakin war am Montag Gast im «Blick-Kick». Und sprach aus, was Bruder Murat im Kreise der Nati nicht sagen wollte, was aber offensichtlich ist: «Ja, klar regt ihn die Kritik auf!» Dass Murat nach Xhakas Schelte nicht öffentlich zurückschoss, sei sein Naturell: «Er hat genauso reagiert, wie ich ihn kenne: cool und locker.»

Am Verhalten Xhakas hat Hakan Yakin indes wenig Freude: «Er ist wie ich früher ein Spieler, der sagt, was er denkt. Aber er hat in diesem Moment wenig Fingerspitzengefühl gezeigt, hätte die Worte besser intern anbringen müssen. Statt nichts zu tun, könnte er ja in der Woche vor dem Kosovo-Spiel zu einem von Muris zahlreichen Staffmitgliedern gehen und seine Meinung sagen. Oder mit einem der Assistenztrainer Zusatzschichten einlegen, wenn er das Gefühl hat, er brauche das.»

SFV in der Kritik – Hakan fordert mehr Rückendeckung

Zu Murat Yakins Trainings, die Hakan als Spieler in Luzern selber erlebte, als sein Bruder auch sein Trainer war, sagt er: «Alles hat Hand und Fuss. Murat hat bei der Nati nur wenig Zeit, seine Pläne den Spielern einzuimpfen. Und ganz ehrlich: Ist wirklich das Training schuld, wenn man so wie die Nati im Kosovo in der 95. Minute verteidigt und das 2:2 kassiert?»

Neben Xhaka kommt auch der Schweizerische Fussballverband nicht gut weg. Hakan Yakin stellt klar: «Wenn der Trainer von einem Spieler angegriffen wird, erwarte ich vom Sportchef, in diesem Fall von Nati-Direktor Pierluigi Tami, klare Worte. Dass er klarmacht, wie die Hierarchie ist. Ich habe mehr Rückendeckung erwartet. Und dass Tami sich entsprechend gegenüber den Spielern äussert, die Kritik üben.»

«Hört auf, mich zu provozieren!»
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