Kommentar zu Buhrufen gegen Nati-Captain Xhaka
Grosser Granit

Granit Xhaka wird im Duell mit Kosovo mit Buhrufen eingedeckt. Die Reaktion des Nati-Captain? Grosses Kino, sagt Blick-Sportchef Emanuel Gisi.
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Granit Xhaka wird unter Beifall gegen den Kosovo ausgewechselt.
Foto: TOTO MARTI
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Emanuel GisiSportchef

Damit hatte Granit Xhaka nie im Leben gerechnet: Er, der im Kosovo seit Jahren den Status eines Volkshelden geniesst, wird im WM-Quali-Duell als Schweizer Nationalspieler in Pristina ausgepfiffen. Grund soll ein von kosovarischen Medien falsch zitiertes Blick-Interview sein, wo sich Xhaka zu den Wechseln von Leon Avdullahu und Albian Hajdari ins kosovarische Nationalteam äusserte. Kosovarische Kleingeister.

Xhakas Reaktion auf die Pfiffe? Die ist dagegen grosses Kino. Der Basler behält auf dem Platz kühlen Kopf. Als er ausgewechselt wird, verabschiedet er sich klatschend von den Zuschauern auf der Haupttribüne, die ihm applaudieren. Und spricht danach offen über seine Gefühle: «Es schmerzt, wenn ich ehrlich bin. Aber ich muss es akzeptieren. Ich habe es zwar nicht erwartet, aber es gehört dazu.»

Ein sehr reifer Auftritt, staatsmännisch schon fast. Er zeigt, wie sehr der 33-Jährige, in jüngeren Jahren durchaus ein Hitzkopf, in den letzten Jahren noch einmal gereift ist. Als Führungsfigur, als Leader, als Vorbild. Hut ab. 

Eine schwache Figur gibt dagegen der kosovarische Verband ab, der es am Tag danach nicht fertigbringt, eine Stellungnahme abzugeben. Und den Kapitän des Gegners, der in diesem Bruderduell ungerechtfertigt ins Visier der Fans geraten ist, zu verteidigen.


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