Kommentar zur Länderspielpause
Zum Glück hat sich niemand verletzt

Der Rasen von Oslo, der diesen Namen nicht verdient. Vielmehr ein Acker – mit weniger Grün als das neue Nati-Trikot. Für Blick-Fussballchef Tobias Wedermann gibt es daher nur ein Highlight vom 0:0-Testspiel.
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Schon am Tag vor dem Spiel warnte Superstar Erling Haaland seinen Freund Manuel Akanji vor dem Rasen am Dienstag.
Foto: TOTO MARTI
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Tobias WedermannFussballchef

Die Ärzteteams der Klubs sind seit zehn Tagen im Panikzustand: eine Länderspielpause unmittelbar vor der alles entscheidenden Phase der Saison. Es geht um Meisterschaften, Abstiegskämpfe, internationale Trophäen und danach um die Erfüllung von Träumen an der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Eine Länderspielpause, in der es aber für viele Nationen um rein gar nichts mehr geht. So auch für die Schweiz.

Spätestens beim Blick auf den Rasen in Oslo stellt sich die Sinnfrage dieser Freundschaftsspiele noch einmal dringlicher. Ein Rasen, der diesen Namen nicht verdient. Vielmehr ein Acker – mit weniger Grün als das neue Nati-Trikot. Man stelle sich vor, Erling Haaland wäre auf diesem Untergrund unglücklich hängengeblieben und hätte die WM verpasst. Norwegen wäre umgehend in eine mehrmonatige Staatstrauer verfallen. Und so ist das Highlight dieses 0:0-Testkicks vor allem eines: Zum Glück hat sich niemand verletzt.

Murat Yakin hat alles richtig gemacht

Und Murat Yakin? Hat ohne Rücksicht auf Attraktivitätsverlust, Niederlagen und mit rekordverdächtigen 20 Wechseln alles richtig gemacht: probiert, getestet, Chancen ermöglicht. Die Resultate interessieren schon heute niemanden mehr. Viel wichtiger ist die Erkenntnis, dass die Nati für die WM bereit ist, taktisch flexibel und in der Breite vielleicht über mehr Qualität verfügt, als man zuvor gedacht hat. Und: Alle Schweizer Knochen, Muskeln und Sehnen sind heil aus der Sache rausgekommen.

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