Nati-Star kassiert Spott für vermasselte Top-Chance
Fabian Rieder erklärt seinen «Fehlschuss des Turniers»

Die Nati jubelt. Die Schweiz freut sich über den Einzug in den WM-Achtelfinal. Nur einer hadert noch ein wenig mit einer Szene aus dem Duell mit Algerien: Fabian Rieder. Er erklärt seinen verpatzten Abschluss vor dem leeren Tor in der Schlussphase.
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Fabian Rieder hadert mit seiner vergebenen Top-Chance gegen Algerien.
Foto: TOTO MARTI

Selbstverständlich freut sich Fabian Rieder (24) über den Einzug in den WM-Achtelfinal. Und trotzdem ist dem Mittelfeldspieler der Ärger über seine verpasste Mega-Chance auch über eine Stunde nach Abpfiff noch deutlich anzusehen.

Kurz vor Spielende hatte Rieder den Ball nach einer Hereingabe von Zakaria aus zwei Metern nicht im leeren Tor unterbringen können. Statt ins Netz schiesst der Augsburg-Söldner den Ball in die Arme des heranspringenden Algerien-Goalies Luca Zidane.

Es spricht aber für Rieder, dass er sich trotz seines unglaublichen Fehlschusses Zeit für ein paar Journalisten-Fragen nimmt. «Mich ärgert das natürlich am meisten», sagt der Bundesliga-Profi. Weil Embolo ein paar Zehntelsekunden zuvor knapp am Zuspiel von Zakaria vorbeigerutscht sei, habe er kurz den Blick auf den Ball verloren. «Plötzlich hatte ich ihn dann irgendwie zwischen den Beinen und hab ihn leider mit der Ferse getroffen. Den muss ich natürlich machen.»

«Sorry, aber so funktioniert das nun mal»

Damit hat sich die Sache für Rieder dann aber auch erledigt. «Das muss man akzeptieren. Das gehört zum Fussball dazu. Das Wichtigste ist, dass wir weitergekommen sind», hält er fest. Und daran hat der Berner durchaus seinen Anteil, der gegen Algerien in der 70. Minute für Rubén Vargas ins Spiel kommt. «Ich hatte ein paar sehr gute Aktionen. Mit dem Tor hätte ich mich belohnen können», findet er.

Mit was Rieder nun allerdings auch leben muss, ist der Spott über die Aktion. Den gibts im Netz bekanntlich umgehend und umsonst dazu. «Kein Moment, an den sich Rieder gerne erinnern wird», kommentiert «Match of the Day» vom britischen Sender BBC die vergebene Grosschance. Der irische Glücksspielanbieter Paddy Power schreibt auf X: «Rieder ist jetzt dazu verdammt, für immer der Typ zu sein, der das leere Tor nicht getroffen hat. Sorry, aber so läuft das nun mal.» Und gleich diverse englische Medien bezeichnen Rieders verpatzten Versuch schlicht als «Fehlschuss des Turniers».

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Die nächste Chance, es besser zu machen, bekommt Rieder womöglich bereits am Dienstagabend (22 Uhr Schweizer Zeit). Dann spielt die Nati wieder in Vancouver gegen den Sieger des Duells Kolumbien gegen Ghana. Vielleicht steht Rieder dann ja wieder ganz alleine vor dem gegnerischen Tor.

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