«Urs Fischer war ein riesiger Glücksgriff»
Nati-Star Widmer ist von seinem Mainz-Coach begeistert

Bundesliga-Söldner Silvan Widmer freut sich besonders auf das bevorstehende Testspiel gegen Deutschland. Aus den letzten Wochen mit Mainz nimmt der 33-Jährige zudem sehr viel Selbstvertrauen mit – auch dank Urs Fischer.
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Silvan Widmer bereitet sich in Horben im Schwarzwald auf die Testspiele gegen Deutschland und Norwegen vor.
Foto: TOTO MARTI

Silvan Widmer befindet sich in dieser Saison auf einer emotionalen Achterbahn. Bei der Nati gesetzt als Rechtsverteidiger, hatte er mit seinem Klub Mainz 05 eine alles andere als einfache Hinrunde. Mit sechs Pünktchen nach den ersten 13 Spielen waren die Mainzer abgeschlagen am Tabellenende – von einigen bereits abgeschrieben. Doch dann kam Trainer Urs Fischer, und seither geht es nur noch in eine Richtung: nach oben. In der Urs-Fischer-Tabelle würde Mainz auf Rang fünf stehen, hinter Bayern, Dortmund, Stuttgart und Hoffenheim. Zudem gelang den Mainzern in den vergangenen Tagen Historisches: die Viertelfinal-Qualifikation für die Conference League.

«Immer speziell sich mit dem Nachbarn zu messen»
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Widmer vor Deutschland-Duell:«Immer speziell sich mit dem Nachbarn zu messen»

«Urs Fischer ist ein riesiger Glücksgriff gewesen – er ist sehr erfahren und wusste genau, an welchen Schrauben er drehen musste», sagt Widmer, der unter Landsmann Fischer auch im Klub wieder zum unangefochtenen Stammspieler, Leistungsträger und Captain mutiert ist. Während fast die halbe Super League in der Schweiz verzweifelt auf Impuls-Suche ist, verrät Widmer das Erfolgsgeheimnis von Fischer: «Wir haben in den ersten Wochen viel Taktisches besprochen, wir haben viele Videoanalysen gemacht, intensiv Standardsituationen geübt, und natürlich haben auch die neuen Spieler im Winter weitergeholfen.» Fischer sei ein sehr akribischer Trainer, der Wert auf jedes Detail lege.

Traum vom Europa-Pokal mit Mainz

Das Schweizer Duo Fischer/Widmer will Mainz nun möglichst schnell zum definitiven Ligaerhalt führen. «Dann können wir uns voll und ganz auf Europa fokussieren.» Denn der Traum vom Titel in der Conference League lebt. «Als Captain dieses Vereins wäre es für mich das Allergrösste, am Ende dieser Saison einen Pokal in die Höhe stemmen zu dürfen», so Widmer.

Mit dem Selbstvertrauen aus der Bundesliga kommt nun der nächste Gegner für Widmer gerade recht: «Seit ich in Deutschland spiele, ist es ein noch spezielleres Spiel für mich. Ich freue mich sehr darauf.» An Duelle gegen den Nachbarn im St. Jakob-Park hat der 33-jährige Aargauer zudem gute Erinnerungen: Im September 2020 erzielte Widmer gegen Deutschland in Basel sein erstes Länderspieltor. Das Ergebnis damals: 1:1.

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