Zum Sunderland-Wechsel
Xhaka kann es nochmals allen zeigen

Der Nati-Captain wechselt zu Sunderland in die Premier League, wo der Abstiegskampf auf ihn wartet. Eine mutige Entscheidung mit Potenzial zum Meisterstück, findet Blick-Fussballchef Tobias Wedermann.
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Granit Xhaka verabschiedet sich bei Leverkusen in Richtung Sunderland.
Foto: IMAGO/Vitalii Kliuiev
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Tobias WedermannFussballchef

Nicht Saudi-Arabien, nicht die Türkei – Granit Xhaka entscheidet sich für sein womöglich letztes grosses Abenteuer auf der grösstmöglichen Bühne des Fussballs. Statt für einen dicken Zahltag vom Fussballradar zu verschwinden, geht es in die Premier League. Die beste und härteste Liga der Welt. Dort, wo man den Nati-Captain in seiner Arsenal-Zeit nicht immer zu schätzen wusste, ihm teilweise gar unrecht getan hat.

Jetzt ist Xhaka zurück auf der Insel, um es nochmals allen zu zeigen. Sunderland heisst die nächste Destination, ein Traditionsklub aus dem Bilderbuch, gebeutelt von Krisenjahren in der Unterklassigkeit. Der Untergang dramatisch dokumentiert in der Netflix-Serie «Sunderland 'Til I Die». Aus der Asche emporgestiegen dank des Zürcher Unternehmers und Milliardärssohns Kyril Louis-Dreyfus, des im Alter von nur 27 Jahren aktuell erfolgreichsten Schweizer Fussballmanagers.

Der Leverkusener Meistermacher Xhaka entscheidet sich für den knallharten Abstiegskampf. Heroisch, mutig, mit dem Zeug zum Hollywoodstreifen. Ligaerhalt ist die grosse und einzige Mission, die Sunderland ausrufen kann. In den letzten Saisons gingen alle drei Aufsteiger auch gleich wieder mit dem Lift runter. Mit seiner Erfahrung und Mentalität soll Xhaka diese Herkulesaufgabe anführen. Gelingt ihm das, ist Sunderland sein nächstes Meisterstück.

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