Heisse Tage beim FC Basel
Degen hinterlegt Kaufangebot – Rechtsstreit droht

David Degen hat ein Kauf-Angebot für die Anteile von Bernhard Burgener abgegeben. Wird er damit auch neuer Besitzer? BLICK erklärt die Varianten.
Kommentieren
1/7
David Degen hat ein Kaufangebot platziert.
Foto: freshfocus
Andreas Böni

Es ist Mittwoch, als David Degen sein Auto in Pratteln BL vor dem Firmensitz von Bernhard Burgener verlässt und dabei fotografiert wird. «Kauft Degen hier den FC Basel?», titelt nau.ch dazu. Und auf Instagram schreibt Degen: «Ich werde alles unternehmen, dass der FCB zu alter Stärke zurückkehrt.»

David Degen hat sein Vorkaufsrecht wahrgenommen und ein Kauf-Angebot für den FC Basel über 16,4 Millionen Franken abgegeben. Übernimmt er nun damit den Klub? So einfach ist es nicht. Am Montag entscheidet der Verwaltungsrat der Holding mit den beiden Burgener-Vertrauten Karli Odermatt und Peter von Büren über das Angebot - die Verwaltungsräte Burgener und Degen müssten wegen Befangenheit in den Ausstand treten, heisst es. Doch in diesem Punkt gibt es - wie in x anderen Punkten - verschiedene Rechtsauslegungen. Und somit eine Reihe von Möglichkeiten, wie es nun beim FCB weitergehen könnte. BLICK erklärt sie.

Die Varianten

Möglichkeit 1: Der VR winkt Degens Angebot durch. Bernhard Burgener nimmt das Geld und zieht sich zurück. Degen ist überzeugt, alles gemacht zu haben, um den Klub zu kaufen - so ist es aus seinem Umfeld zu hören. Eher unwahrscheinlich.

Möglichkeit 2: Der VR lehnt Degens Offerte ab, dieser akzeptiert das und lässt sich auszahlen. Sehr unwahrscheinlich.

Möglichkeit 3: Der VR lehnt Degens Angebot ab, weil die Offerte von Burgener und Centricus als besser für den FCB eingestuft wird. Man stellt neben dem Kaufpreis von 16,4 Millionen Franken zusätzlich 200 Millionen Franken Investitionen in Aussicht. Die wahrscheinliche Folge einer VR-Ablehnung: Ein jahrelanger Rechtsstreit mit Degen. Damit bliebe alles beim Alten - und die Frage ist, ob Centricus oder ihr Angebot über Jahre aufrecht erhalten würden. Die wahrscheinlichste Variante.

Möglichkeit 4: Burgener und Degen machen gemeinsame Sache - und holen das Centricus-Geld gemeinsam an Bord. Der Kompromiss könnte so aussehen, dass Burgener die wirtschaftliche und Degen die sportliche Seite übernimmt. Aber auch dies scheint nicht sehr wahrscheinlich, weil auf beiden Seiten menschlich viel Geschirr zerschlagen wurde.

Rechtlich gibts verschiedene Ansichten

Darüber scheiden sich die Geister: Für Degen ist klar, dass sein Kaufangebot genügt, um das Vorkaufsrecht wahrzunehmen, der VR müsse nicht ein Gesamtpaket beurteilen. Die «Basler Zeitung» zitierte dazu das Obligationenrecht. Nur gibt es da offenbar rechtlichen Interpretationsspielraum.

Klar ist nur eines: Es stehen heisse Tage in Basel an.

Noch näher dran an deinem Klub

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
1
2
3
2
FC Thun
FC Thun
1
2
3
3
FC Lugano
FC Lugano
1
1
3
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
1
1
3
5
FC Basel
FC Basel
1
1
3
6
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
1
0
1
6
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
1
0
1
8
FC Vaduz
FC Vaduz
1
-1
0
8
FC Zürich
FC Zürich
1
-1
0
10
Servette FC
Servette FC
1
-1
0
11
FC Sion
FC Sion
1
-2
0
12
FC Luzern
FC Luzern
1
-2
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen