Hüppi-Gegner hatten Bedenken
Warum sich der FCSG zig Top-Verdiener leisten kann

Langjährige Grossaktionäre schreiben von «identifizierten, wirtschaftlichen Risiken» in Bezug auf die Finanzen des FC St. Gallen. Ein Blick auf die Erfolgsrechnung aber zeigt: Die Bedenken sind unbegründet.
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Captain Lukas Görtler gehört zu den Topverdienern beim FCSG.
Foto: Keystone
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Stefan KreisReporter Fussball

Wer aus einem grossen Vermögen ein kleines Vermögen machen will, investiert in einen Schweizer Fussballklub. Canepa, Constantin und Co. wissen das. Unzählige Millionen haben die Klubbesitzer Saison für Saison in ihre Vereine gebuttert. Vom grossen Reibach sind sie weit entfernt.

Auch die Grossaktionäre des FC St. Gallen haben für ihre Anteile hohe Summen investiert. Einen Verlust aber mussten sie – trotz der Gefahr eines strukturellen Defizits – in all den Jahren noch nicht ausgleichen. Gleichwohl war in einem Statement der zurückgetretenen Aktionäre von «identifizierten, wirtschaftlichen Risiken» die Rede.

Das hinderte die Verantwortlichen um Hüppi und Stilz aber nicht daran, die Verträge mit Jozo Stanic (bis 2030) und Carlo Boukhalfa (bis 2029) zu verlängern. Unterschriften, die nicht günstig waren. Auch die vorzeitige Verlängerung mit Coach Enrico Maassen (bis 2028) schenkt ein. Mit Lawrence Ati Zigi, Lukas Görtler, Lukas Daschner und Jordi Quintillà hat der FCSG weitere Topverdiener im Kader, die einen mittleren fünfstelligen Betrag pro Monat kassieren. Im Geschäftsbericht 2024/25 wies der FCSG mehr als 17 Millionen Personalkosten aus, den höchsten Wert der Ära Hüppi.

Bedenken sind unbegründet

Ein Blick auf die Erfolgsrechnung der Espen aber zeigt: Die Bedenken, dass die steigenden Kosten dem Klub um die Ohren fliegen, sind aktuell unbegründet. Weil man problemlos zwei, drei trockene Jahre überstehen, sprich Verluste schreiben könnte, ohne dass die Aktionäre zur Kasse gebeten würden.

Der Eigenkapitalquote sei Dank. Die beschreibt das Verhältnis zwischen Eigen- und Gesamtkapital und beträgt beim FCSG fast 60 Prozent. Damit gehört der Verein laut einer Studie der HSG europaweit zu den stabilsten, die der Klubfussball zu bieten hat. Unter den Top 20 aller Vereine, besser noch als der grosse FC Bayern München.

Und weil die St. Galler auch in Bezug auf die Liquidität top aufgestellt sind und mehr als 10 Millionen flüssige Mittel haben, ist die Gefahr eines Einbruchs gering. Selbst wenn die Liquidität abnehmen sollte, hat der Klub aufgrund der hohen Eigenkapitalquote die Möglichkeit, Darlehen aufzunehmen, und müsste sich auch in dieser Hinsicht keine Sorgen machen.

Hinter diesen hervorragenden Zahlen steht ein umsichtiger Verwaltungsrat, der mit Christoph Hammer einen der renommiertesten Finanzexperten der Super League in seinen Reihen hat. Der arbeitete jahrelang in der Privatwirtschaft in führenden Positionen. Dort gehts darum, aus einem grossen Vermögen ein noch grösseres Vermögen zu machen. Im Fussball ist es meist umgekehrt.

Hinweis: Dieser Artikel erschien erstmals am 21. Juli 2026

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Brack Super League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
BSC Young Boys
BSC Young Boys
1
2
3
2
FC Thun
FC Thun
1
2
3
3
FC Lugano
FC Lugano
1
1
3
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
1
1
3
5
FC Basel
FC Basel
1
1
3
6
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
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FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
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FC Vaduz
FC Vaduz
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8
FC Zürich
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1
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Servette FC
Servette FC
1
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11
FC Sion
FC Sion
1
-2
0
12
FC Luzern
FC Luzern
1
-2
0
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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