Ägypten zittert um Superstar
Zerbricht Salah erneut am Druck der 120 Millionen?

An der Anfield Road ist Mohamed Salah (34) eine Ikone, im ägyptischen Nati-Dress klebt ihm das Pech an den Stollen. Auch heute gegen Australien?
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Beim 1:1 gegen den Iran muss Salah verletzt vom Feld.
Foto: Imago

Darum gehts

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  • Xherdan Shaqiri und Mohamed Salah: zwei 34-jährige Ex-Basel-Spieler mit Parallelen
  • Salahs Karriere: 193 Premier-League-Tore, 25 Mio. Fr. Jahresgehalt bei Liverpool
  • Shaqiri: 125 Länderspiele, historische Momente für die Schweizer Nati geschaffen
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Stefan KreisReporter Fussball

Sie sind beide 34 Jahre alt, beide Linksfüsser. Beide spielten für Basel und Liverpool und gehören zu den grössten Fussballern ihrer Länder: Xherdan Shaqiri und Mohamed Salah. 

Als Shaq 2012 zu den Bayern geht, wird Salah in Basel sein Nachfolger. 14 Jahre später ist aus dem einst schüchternen jungen Mann, der damals 20'000 Franken im Monat verdiente, eine Liverpool-Ikone geworden. Meister und Champions-League-Sieger mit den Reds, 25 Millionen Jahresgehalt. Als Shaq 2018 an die Anfield Road wechselt, hat ihn sein einstiger Nachfolger beim FCB längst überholt. Der «Egytpian King» ist mit 193 Toren der gefährlichste Ausländer in der Geschichte der Premier League, der Schweizer kommt auf insgesamt 15 Treffer für Liverpool und Stoke. 

In der Nati hat Shaqiri die Nase vorn

In der Nationalmannschaft hingegen hat Shaqiri die Nase weit vorn. Weil er an den grossen Turnieren für unzählige magische Momente sorgte. Weil er in seinen 125 Länderspielen Schweizer Fussballgeschichte geschrieben hat. Weil er sein Land zigfach zum Beben brachte. 

Salahs Nationalmannschaftskarriere ist hingegen von heftigen Rückschlägen geprägt. 2018 brachte der Superstar sein Land zwar nach 28 Jahren mal wieder an eine WM, verpasste das erste Gruppenspiel aber, weil ihn Sergio Ramos Wochen zuvor an der Schulter packte. Ägypten scheidet als Tabellenletzter aus, vier Jahre später verpassen die Pharaonen die Qualifikation, nun dürfte der mittlerweile 34-Jährige zum letzten Mal die WM-Bühne betreten.

Und erneut steht die Mission unter einem dunklen Stern. Zwar erzielt Salah beim 3:1-Sieg gegen Neuseeland jenen Treffer, der die Pharaonen ins Sechzehntelfinal bringt. Beim 1:1 gegen den Iran aber muss der Routinier nach rund einer Stunde mit einer Oberschenkelverletzung vom Feld, nun bangen 120 Millionen Ägypter um ihren Superstar.

Duell mit Messi winkt

Ob Salah erneut am Druck zerbrechen wird? So wie im Final des Afrika-Cups 2022, als er gegen Senegal den entscheidenden Penalty verschossen hat. Oder geht Salah durch die grosse Tür und spielt im Achtelfinal gegen Lionel Messi?

Auch der ist ein Linksfuss. Und fünf Jahre älter als Shaqiri und Salah. 

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