Bei Sechzehntelfinal-Sieg
Ägyptischer Verteidiger knackt unrühmlichen WM-Rekord

Mohamed Hany erzielt im Sechzehntelfinal gegen Australien ein Eigentor – sein bereits zweites an diesem Turnier. Das ist in der langen WM-Geschichte noch keinem anderen Spieler passiert.
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Unglückliche Szene: Mohamed Hany lenkt im Sechzehntelfinal gegen Australien einen Freistoss ins eigene Tor ab.
Foto: keystone-sda.ch
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Im Sechzehntelfinal zwischen Ägypten und Australien läuft die 55. Minute, als Mohamed Hany einen australischen Freistoss unglücklich zum 1:1 ins eigene Tor ablenkt – und damit einen Rekord aufstellt, den kein Fussballer haben will.

Denn: Es ist bereits Hanys zweites Eigentor an dieser Endrunde. Schon im ägyptischen Auftaktspiel gegen Belgien hat er beim gegnerischen Ausgleich den Ball entscheidend abgelenkt und damit seinen eigenen Torhüter bezwungen. Erstaunlich, aber wahr: Zwei Eigentore an WM-Endrunden sind zuvor noch keinem Spieler unterlaufen.

Hany lässt damit gleich 65 Spieler hinter sich, die in der 96-jährigen WM-Geschichte je einmal ins eigene Tor getroffen haben. Die Anzahl an Eigentoren seiner Nation schraubt der Verteidiger von Al Ahly gleichzeitig auf drei hoch – dies bedeutet Rang drei in der unrühmlichen Bestenliste, einzig Mexiko und Marokko haben je vier dieser Missgeschicke vorzuweisen.

Auch die Schweiz vorne dabei

Rang drei teilen die Pharaonen übrigens mit der Schweiz: Für (oder eher gegen) die Nati haben in WM-Spielen bislang Ernst Lörtscher (1938 gegen Deutschland), Yann Sommer (2018 gegen Costa Rica) und Miro Muheim (2026 gegen Katar) Eigentore erzielt.

Hany dürfte sein Fauxpas mittlerweile ziemlich egal sein: Seine Ägypter setzen sich gegen Australien schliesslich im Penaltyschiessen durch und stehen somit erst zum zweiten Mal nach 1934 in einem WM-Achtelfinal.

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