«Der Beste aller Zeiten»
Entthronter Klose verneigt sich vor WM-Tor-König Messi

Zwölf Jahre lang gehörte Miroslav Klose der Titel als WM-Rekordtorschütze. Am vergangenen Dienstag zog Lionel Messi mit ihm gleich – und seit dem Österreich-Match steht der Argentinier nun allein an der Spitze der ewigen WM-Torjägerliste.
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Ihm gehört auch gegen Österreich die grosse Bühne: Lionel Messi.
Foto: AP Photo/Jessica Tobias
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Yannick PengRedaktor Sport-Desk

Die Fussball-WM ist seine Bühne: Zwei Tage vor seinem 39. Geburtstag erzielt Lionel Messi beim 2:0-Sieg von Titelverteidiger Argentinien gegen Österreich seine WM-Tore 17 und 18. Jetzt gehört der lebenden argentinischen Fussballlegende Rang eins in dieser Kategorie ganz alleine – Miroslav Klose (16 Goals) ist definitiv abgehängt.

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«Lionel Messi ist für mich der beste Fussballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion! Ich habe doch immer gesagt, der Messi ist kein Schlechter», richtet der 48-jährige Deutsche Klose via der «Süddeutschen Zeitung» Glückwünsche aus.

Miroslav Klose erzielte sein 16. und zugleich letztes WM-Tor am 8.7.2014 beim legendären 7:1-Halbfinalsieg von Deutschland gegen Brasilien.
Foto: imago/AFLOSPORT

Man traut es sich kaum zu schreiben: Messi ist bezüglich WM-Tore ein echter Langsamstarter. Zwar traf er bei seinem WM-Debüt am 16. Juni 2006 gegen Serbien-Montenegro sogleich, ein weiteres Goal kam beim Turnier in Deutschland jedoch nicht hinzu. 2010 in Südafrika blieb «La Pulga» sogar komplett torlos.

2014 in Brasilien erzielte er vier, 2018 in Russland einen und 2022 in Katar beim WM-Titel Argentiniens sieben Treffer. Beim Turnier in Nordamerika steht er momentan nach zwei Einsätzen bei fünf.

Messi hat seit dem Achtelfinal gegen Australien vor dreieinhalb Jahren in sechs aufeinanderfolgenden WM-Spielen mindestens einmal getroffen. Das ist sonst nur dem Franzosen Just Fontaine (†89) und dem Brasilianer Jairzinho (81) geglückt.

Erschöpfter Messi

Auf die Frage nach einem möglichen Lieblings-WM-Tor direkt nach Spielschluss antwortet Messi: «Ich bin müde und habe kaum noch Kraft. Es fällt mir schwer, klar zu denken. Also geniesse ich einfach diesen Moment.»

Wie bereits gegen Algerien hätte Messi auch in Arlington bei Dallas gegen Österreich einen Hattrick erzielen können. In der neunten Minute versagen dem Ausnahmekönner bei einem Foulpenalty jedoch die Nerven. Messi schiesst den Ball am Tor vorbei, womit er zum ersten Spieler der WM-Historie avanciert, der drei Penaltyfehlversuche vorzuweisen hat.

Aus dem Albtraum-Start wird letztlich dennoch eine WM-Sternstunde – und ein weiteres Kapitel Messi-Geschichte.

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