«Das passiert, wenn kein Fussballverstand da ist»
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Urs Meier kritisiert VAR:«Passiert, wenn kein Fussballverstand da ist»

«Der VAR musste eingreifen»
Schiedsrichter-Boss Collina verteidigt Tor-Entscheid gegen Deutschland

Die Aberkennung von Deutschlands Kopfballtor gegen Paraguay sorgt weiter für Diskussionen. Fifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina stellt sich jetzt klar hinter die Entscheidung – und verweist auf eine bereits angekündigte Linie.
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Fifa-Schiedsrichterboss Pierluigi Collina hat sich zur umstritten Aberkennung des Deutschland-Treffers in der 102. Minute gegen Paraguay geäussert.
Foto: FIFA via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Collina verteidigt VAR-Entscheid zur Aberkennung von Jonathan Tahs Tor gegen Paraguay
  • Anton behinderte Torhüter laut VAR-Entscheid absichtlich, trotz vorheriger Warnung
  • Fifa betont klare Regeln: VAR greift bei gezielten Behinderungen ein
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Daniel KestenholzRedaktor Nachtdienst

Fifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat die umstrittene Aberkennung des Tores von Jonathan Tah im WM-Sechzehntelfinal gegen Paraguay als korrekt verteidigt.

Nach einer Ecke hatte Tah per Kopf getroffen, doch der Videoassistent (VAR) griff wegen eines Stosses von Waldemar Anton gegen Paraguays Torhüter Orlando Gill ein. Schiedsrichter Jalal Jayed überprüfte die Szene und entschied auf Foulspiel.

Während Blick-Schiedsrichterexperte Urs Meier den VAR-Entscheid als falsch kritisierte, betont Collina, dass solche Situationen im Vorfeld mit Teams besprochen worden seien und daher keine Überraschung darstellen sollten.

Taktische Aktionen

In einer von Fifa veröffentlichten Erklärung nannte Collina den deutschen Innenverteidiger Anton nicht beim Namen. Collina erklärte grundsätzlich, dass Schiedsrichter besonders auf taktische Aktionen achten sollen, bei denen Angreifer Gegenspieler absichtlich behindern – auch verteidigende, vor allem aber Torhüter. Zwar sei das blosse Positionieren kein Foul, doch gezielte Behinderungen ohne Ballinteresse müssen geahndet werden.

Anton war gewarnt

Collina: Der VAR müsse eingreifen, «wenn ein Angreifer kein Interesse am Ball hat und sich absichtlich, selbst minimal, bewegt, um die gegnerische Bewegung zu behindern und ihn am Verteidigen zu hindern».

«Dies ist insbesondere dann der Fall», schreibt Collina, «wenn die Taktik darauf abzielt, den gegnerischen Torwart daran zu hindern, das Tor zu verteidigen.»

Vor einem Eckball für die Deutschen kurz vor der fraglichen Szene hatte der Schiedsrichter Anton diesbezüglich bereits gewarnt. Der Unparteiische Jayed aus Marokko unterbrach das Spiel und eilte durch den Sechzehner auf Anton zu, der sich mit Paraguays Goalie ein Gerangel lieferte.

«Dreckig gewinnen»

Nach dem Mega-Taucher seiner Elf hatte Coach Julian Nagelsmann am ZDF-Mikrofon gewütet: «Es ärgert mich, weil es das 2:1 zu einem ganz wichtigen Zeitpunkt gewesen wäre.» Die Aberkennung des Tors sei «nicht nur ein Skandal, das ist ein Vollskandal! Das ist nicht mal ansatzweise ein Foulspiel.»

Als wäre der Schiedsrichterentscheid nicht klarer Hinweis genug, sich an die Regeln zu halten, sagte Nagelsmann weiter: «Es gibt Spiele, die du dreckig gewinnen musst. Das Spiel heute hätten wir wahrscheinlich dreckig gewonnen.»

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