Die Stimmung bei Breel Embolo und Murat Yakin ist vor dem WM-Sechzehntelfinal gegen Algerien gut. Am Freitag (5 Uhr Schweizer Zeit) kommt es dabei zum Wiedersehen mit Ex-Nati-Coach Vladimir Petkovic.
Nati-Torjäger Embolo hat bei der PK in Vancouver die Lacher im Pressesaal auf seiner Seite, als er auf die Frage reagiert, was der grösste Unterschied zwischen Yakin und Algerien-Trainer Petkovic sei. «Die zwei sehen anders aus», sagt er staubtrocken.
Danach fügt Embolo an: «Beide wollen gewinnen, beide wollen Geschichte schreiben. Petkovic hat mit uns eine Messlatte gesetzt, die wir nun toppen wollen bei diesem Turnier. Wir sind auf einem guten Weg.»
Yakin sagt über seinen Vorgänger: «Wir mögen uns gegenseitig sehr. Als ich Thun-Trainer war, konnte ich eine Stage während einer Woche machen bei YB und habe dort gesehen, wie er trainieren lässt und wie er das Team führt. In der Zeit danach sind wir uns ein paar Mal begegnet. Meine Bilanz gegen ihn ist positiv.»
Die gesamte Nati-PK gibts hier zum Nachlesen.
Das wars mit der PK
Die Nati-PK ist zu Ende. Yakin und Embolo verabschieden sich.
«Welcher Torhüter spielt, weiss nur Vlado»
Yakin: «Es liegt nicht an mir, die Schwachstellen des Gegners anzusprechen. Ja, es hat bereits ein Wechsel stattgefunden. Welcher Torhüter bei ihnen spielen wird, weiss nur Vlado. Wichtig ist einfach, dass wir nicht wie gegen Katar dafür sorgen, dass der Torhüter der beste Spieler auf dem Platz sein wird. Es liegt am Schluss an uns.»
«Einsatz und kämpfen»
Embolo: «Es gibt Tugenden, die man immer auf den Platz bringen muss: Einsatz und kämpfen. Das kriegt man bereits als sehr junger Spieler mit. Dann spielen noch Qualität, Taktik und Effizienz eine grosse Rolle.»
«Verschiedene Techniken aufgezeigt»
Yakin über den Penalty-Workshop: «Wir haben den Spielern aufgezeigt, wie man sich mit verschiedenen Techniken darauf vorbereiten kann. Mehr muss man da nicht erzählen.»
«Neues Spiel, neues Glück»
Yakin: «Wir wissen um die Stärken und Schwächen Algeriens. Morgen zählt alles, was in der Gruppenphase war, nicht mehr. Wir haben uns natürlich jedes Detail angeschaut. Neues Spiel, neues Glück für jeden. Mit der nötigen Konzentration und der nötigen Spielfreude werden wir ans Werk gehen.»
«Spiel vor dem Penaltyschiessen entscheiden»
Embolo: «Wir hoffen, dass wir nicht ins Penaltyschiessen müssen. Die Emotionen, den Druck – das alles kannst du im Training nicht simulieren. Wir sind aber sicher bereit für den Fall der Fälle.» Yakin: «Wir versuchen, das Spiel vor dem Penaltyschiessen zu entscheiden. Wir haben einen Workshop gemacht, weil wir zuletzt auch schon bei der EM im Penaltyschiessen ausgeschieden sind.»
«Wird ein hartes Stück Arbeit»
Embolo: «Das Turnier hat für uns schon letztes Jahr angefangen, als wir die USA-Reise machten. Jetzt wollen wir diese Positivität, die wir von der Schweiz bekommen, zurückgeben. Es wird ein hartes Stück Arbeit. Wir tun alles, damit wir gewinnen.»
«Murat und Vladimir? Sehen anders aus»
Embolo sorgt für einen Lacher im Pressesaal: «Der grösste Unterschied zu Murat und Vladimir ist, dass sie beide anders aussehen. Beide wollen gewinnen, beide wollen Geschichte schreiben. Petkovic hat mit uns eine Messlatte gesetzt, die wir nun toppen wollen bei diesem Turnier. Wir sind auf einem guten Weg. Es ist immer schwierig, als Spieler zwei Trainer miteinander zu vergleichen.»
«Versuchen Luca noch fit zu bekommen»
Yakin über den angeschlagenen Jaquez: «Alle drei bisher eingesetzten Rechtsverteidiger (Denis Zakaria, Silvan Widmer und Luca Jaquez, Anm. der Redaktion) haben das jeweils gut gelöst. Schade, dass Luca die Trainings verpasst hat. Wir versuchen ihn noch fit zu bekommen. Wir haben zwei Optionen als Alternativen. Lieber so, als gar keine.»
«Jedes kleine Detail kann entscheidend sein»
Yakin: «Das wird morgen wieder ein komplett anderes Spiel sein, das sich nicht mit einem aus der Gruppenphase vergleichen lässt. Sie haben individuell extrem starke Techniker, Fussballspieler, die auf dem höchsten Niveau agieren. Es braucht die nötige Disziplin in der Defensive und Druck gegen den Ball. Wir sind gut vorbereitet. Wir hatten Zeit, den Gegner bis ins letzte Detail zu beobachten und analysieren. Es braucht auch mentale Stärke. Das haben die bisherigen Playoff-Spiele gezeigt. Jedes kleine Detail kann entscheidend sein.» Embolo: «Das algerische Team ist extrem talentiert. Sie sind technisch sehr, sehr stark.»

