Foto: TOTO MARTI

Eindrücke vom Schweizer WM-Start
Barcelona, Baschi und Bier für 21 Dollar

Auch wenn nicht jeder der 71'000 Plätze beim WM-Auftakt zwischen Katar und der Schweiz belegt ist, überrascht die Stimmung. Trotz hoher Ticketpreise.
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Die Schweizer Fans sorgen beim WM-Startspiel für Unterhaltung auf den Rängen.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Schweiz startet WM im San Francisco Bay Area Stadium mit 67'966 Fans
  • Schweizer und katarische Fans sorgen für gute Stimmung trotz hoher Preise
  • Cola kostet 9 Dollar, Bier ab 21 Dollar, Wasser 7 Dollar

Nein, die schlimmsten Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet. Zwar sind beim Schweizer WM-Auftakt im San Francisco Bay Area Stadium nur rund drei Viertel der 71'000 Plätze besetzt – auch wenn die Fifa offiziell 67'966 Fans vermeldet. Wer aufgrund der eher unspektakulären Affiche aber befürchtet hatte, das siebtgrösste WM-Stadion würde mit einer trostlosen Kulisse aufwarten, sieht sich getäuscht.

Klar, einem Hexenkessel kommt der NFL-Tempel der San Francisco 49ers nicht gerade gleich. Von einem stimmungstechnischen Reinfall ist das Duell zwischen Katar und der Schweiz aber weit entfernt – was vor allem auch an den beiden Fansektoren liegt.

Die katarischen Anhänger, traditionell im weissen Thawb gekleidet, versuchen ihrem Team mit grossen Trommeln einzuheizen. Der rote Schweizer Block auf der gegenüberliegenden Seite greift zu den bekannten Nati-Fangesängen und gewinnt damit im Direktvergleich mit den Katarern die Oberhand.

Fans tragen Trikots aus aller Welt

Schweizer Trikots sind auch in den anderen Stadionteilen auszumachen. Viele getragen von Auslandschweizern oder US-Amerikanerinnen und -Amerikanern mit Schweizer Wurzeln. Sie mischen sich unter die Leibchen anderer Nationen wie der USA, Mexiko, Argentinien, England oder Frankreich und Klub-Trikots von Barcelona, Manchester United, Atlético Madrid, Tottenham Hotspur, Real Madrid oder sogar Mallorca.

Eine Fussball-WM unter dem olympischen Gedanken «Dabeisein ist alles». Für viele, die sich hier sonst nur bedingt mit «Soccer» auseinanderzusetzen scheinen, geht es vor allem darum, Teil der grössten Fussballweltmeisterschaft der Geschichte zu sein. Völlig unabhängig davon, für welche Partie man eines der teilweise zu Wucherpreisen gehandelten Tickets erwerben konnte.

Stadion-DJ spielt «Bring en hei»

Das zeigt sich schon Stunden vor Anpfiff in der Fanzone ausserhalb des Stadions. Dort bildet sich vor dem offiziellen Merchandise-Stand der Fifa eine rund 50 Meter lange Schlange. Und auch die Stände der offiziellen WM-Partner, die kostenlose Fanartikel abgeben, verzeichnen einen riesigen Andrang. Weniger Geduld ist an den Verpflegungsständen gefragt. Was angesichts der saftigen Preise nur bedingt verwunderlich ist. Wasser gibt es für 7 Dollar, eine Cola kostet 9 und das günstigste Bier bekommt man ab 21 Dollar.

Die aus der Schweiz angereisten Nati-Fans lassen sich von den hohen Preisen und der frühen Tageszeit aber nicht davon abbringen, sich mit einem Erfrischungsgetränk auf die Partie einzustimmen. Dass der Stadion-DJ vor der Partie plötzlich Baschis Kultsong «Bring en hei» über die Lautsprecher erklingen lässt, nimmt der Fansektor äusserst erfreut entgegen.

Kurz vor der Halbzeitpause trägt schliesslich auch das US-Publikum seinen Teil zur WM-Stimmung bei, als eine La-Ola-Welle ihre Runden im zumindest offiziell fast ausverkauften San Francisco Bay Area Stadium dreht.

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