Das Spiel
Was für ein Poker von Australiens Trainer Tony Popovic. In den Schlussminuten der Verlängerung nimmt er seinen Goalie Patrick Beach vom Feld und wechselt fürs Penaltyschiessen Routinier Mathew Ryan ein. Wie einst Holland an der WM 2014.
Doch der Poker geht diesmal nicht auf. Der 34-jährige Ryan hält keinen einzigen Elfmeter. Und weil bei Australien Souttar den Ball über das Tor drischt und Youngster Herrington an die Latte schiesst, jubelt Ägypten.
Zuvor war es ausgerechnet Goalie Beach, der die Aussies mit einer Glanzparade in die Verlängerung rettete. Davor hielten die Ägypter den Gegner im Spiel. Dank Ashour gehen sie im ersten Durchgang zwar in Führung, doch kurz nach der Pause vergibt Marmoush eine Top-Chance auf das zweite Tor. Und wenige Minuten später trifft Hany ins eigene Tor.
Auch später sind die Afrikaner die bessere Mannschaft, treffen aber nicht. Auch in der Verlängerung nicht. Und so geht es ins Penaltyschiessen, wo Popovic den grossen Goalie-Poker auspackt. Und sich so voll verpokert.
Die Tore
13. Minute, Emam Ashour, 0:1. Nach einem Freistoss bringt Ägypten den Ball zur Mitte, wo Ashour am zweiten Pfosten am höchsten steigt und zum 1:0 einnickt.
55. Minute, Mohamed Hany (Eigentor), 1:1. O'Neill bringt einen Freistoss scharf in den Strafraum. Hany will klären, lenkt den Ball aber unglücklich ins eigene Tor.
Das gab zu reden
Schockmoment nach der Pause. Australiens Metcalfe geht ins Kopfballduell und trifft dabei Ägyptens Hany voll mit der Schulter am Kopf. Hany geht bewusstlos zu Boden. Er wird danach gepflegt und von einem Spezialisten der Fifa untersucht. Obwohl Hany sehr benommen wirkt, darf er weiterspielen. Sieben Minuten später trifft ausgerechnet er ins eigene Tor.
So gehts weiter
Um 0 Uhr trifft Argentinien auf Kap Verde, um 3.30 Uhr komplettieren dann Kolumbien und Ghana die Sechzehntelfinals. Ägypten trifft im Achtelfinal auf den Sieger von Argentinien gegen Kap Verde.






