Das Spiel
Er ist das grosse Juwel im Team der Elfenbeinküste: Leipzigs Yan Diomande. Und er macht diesem Titel in der Startphase gegen Curaçao alle Ehre. Zwar verliert er nach sieben Minuten und einem etwas zu verspielten Dribbling den Ball, setzt dann aber nach und macht sich doch noch zum Assistgeber von Nicolas Pépés 1:0 – es ist das Tor, das den zweiten ivorischen Sieg an diesem Turnier einläutet.
Was einmal funktioniert hat, kann sich ja wiederholen, muss sich Diomande anschliessend denken – und wirbelt auf seiner linken Seite einfach weiter. Immer wieder überfordert er die Defensive des WM-Neulings und findet dann seine Teamkollegen im Zentrum. Amad Diallo wird bei seinem Versuch aber noch entscheidend gestört, dazu setzt er seinen Schlenzer nur knapp neben das Tor.
Nach der Pause kriegt Curaçao Diomande dann besser in den Griff, wodurch er nicht mehr die gleiche Gefahr ausstrahlt. Das ist aber auch gar nicht nötig, denn dem Team von der Karibikinsel fehlt es schlicht an Qualität, um die Hoffnung auf das Weiterkommen noch aufrechtzuerhalten. Tahith Chong wagt zwar mehrere Abschlüsse, dazu schiesst Sherel Floranus den Ball nach 55 Minuten nur knapp über die Latte.
Es bleiben aber Nadelstiche in diesem Spiel, das die Elfenbeinküste auch dank Pépés Schlenzer zum 2:0 kurz nach der Stundenmarke letztendlich souverän für sich entscheidet – und das Ticket für den Sechzehntelfinal bucht.
Die Tore
7. Minute, Nicolas Pépé, 0:1. Yan Diomande setzt die Curaçao-Verteidiger auf der linken Seite unter Druck und erobert so tatsächlich den Ball. Sein anschliessendes Zuspiel ins Zentrum erreicht den freistehenden Teamkollegen Nicolas Pépé. Dieser schiebt anschliessend cool zur ivorischen Führung ein.
64. Minute, Nicolas Pépé, 0:2. Curaçao steht in dieser zweiten Halbzeit hinten etwas offener, was die Ivorer auszunützen vermögen: Ibrahim Sangaré setzt mit einem starken Zuspiel Pépé in Szene – und dieser fackelt im Strafraum nicht lange: Mit einem trockenen Schlenzer lässt er Eloy Room im Tor Curaçaos keine Abwehrchance und macht sich zum Doppeltorschützen.
Das gab zu reden
Auch wenn das WM-Märchen Curaçaos zu Ende geht, wird in Philadelphia an diesem Donnerstag WM-Geschichte geschrieben: Im vierten Anlauf erreicht die Elfenbeinküste erstmals die K.o.-Phase einer WM-Endrunde. Ein schöner Erfolg für den dreifachen Afrikameister – und eine Wiedergutmachung für das brutale Ende beim letzten Turnier 2014, als man im letzten Gruppenspiel den Platz im Achtelfinal erst durch einen Last-Minute-Treffer Griechenlands verpasste.
So gehts weiter
Mit dem zweiten Sieg im dritten Spiel sichert sich die Elfenbeinküste Rang 2 in der Gruppe E und kann somit für den Sechzehntelfinal planen. Für diesen reisen die Ivorer am 30. Juni nach Dallas. Um 19 Uhr Schweizer Zeit treffen sie dann auf den Zweitklassierten der Gruppe I, also entweder auf Frankreich oder Norwegen. Curaçao scheidet als Gruppenletzter aus.






