Das Spiel
Ohne Harry Kane würde England, das Mutterland des Fussballs, mal wieder schwer enttäuscht von einer WM mit leeren Händen nach Hause reisen. In Atlanta droht den Three Lions lange Zeit das Peinlich-Out im Sechzehntelfinal gegen die Demokratische Republik Kongo.
Bis der 32-jährige Kane doppelt zuschlägt. 1:1 in der 75. Minute. 2:1 in der 86. Minute. Nach dem Schlusspfiff macht sich bei Cheftrainer Thomas Tuchel und seinen Mannen Erleichterung breit.
In der siebten Minute gerät der haushohe Favorit in Rückstand. Weil Goalie Jordan Pickford sich von Brian Cipenga in der nahen Ecke erwischen lässt. Und weil die Abwehr der Three Lions den Torschützen im eigenen Strafraum komplett übersieht. Dem Aussenseiter aus Zentralafrika gelingt vor der Pause fast noch das 2:0, aber Yoane Wissa scheitert am Pfosten.
Zu diesem Zeitpunkt hat das englische Anrennen längst begonnen. Kongo-Keeper Lionel Mpasi-Nzau bedeutet jeweils Endstation für Jude Bellingham und Co. Die Ausnahme: Beim Abschluss von Marcus Rashford hilft ihm der auf der Linie klärende Aaron Wan-Bissaka aus.
Englands Zittern dauert bis in die Schlussphase. Tuchel wechselt nach einer Stunde mit Anthony Gordon den Mann ein, der später beide Tore vorbereitet. Die englische Lebensversicherung aber, die heisst weiterhin Harry Kane.
Die Tore
7. Minute, Brian Cipenga, 0:1. Die Flanke von Chancel Mbemba aus dem Halbfeld ist eigentlich für Noah Sadiki gedacht, dieser kommt jedoch nicht ran an den Ball. Im Hintergrund steht Cipenga total blank, welcher anschliessend Goalie Jordan Pickford mit einem Schuss in der nahe Ecke erwischt.
75. Minute, Harry Kane, 1:1. Declan Rices Flanke gerät zu lang, weswegen Anthony Gordon von der anderen Seite einen zweiten Versuch startet. Im Zentrum löst sich Kane von seinem Bewacher Axel Tuanzebe und nickt die Gordon-Hereingabe in die Maschen, obwohl Goalie Lionel Mpasi-Nzau mit der Hand noch ganz leicht dran ist.
86. Minute, Harry Kane, 2:1. Zunächst scheitert Jude Bellingham an Mpasi-Nzau. Gordon übernimmt die zweite Angriffswelle und bedient am Strafraum Kane. Dieser zieht nach rechts und jagt die Kugel entschlossen unter die Latte.
Das gab zu reden
Harry Kane stürmt in der 43. Minute auf Lionel Mpasi-Nzau zu, legt mit seinem linken Fuss den Ball am Goalie vorbei und fällt dann hin. Es fand zwar eine Berührung statt, aber der jordanische Schiedsrichter Adham Makhadmeh zeigt direkt an, dass sich der englische Captain fallengelassen habe. Auch nach dem VAR-Check bleibts bei dieser Entscheidung. Kane greift sich fassungslos an den Kopf.
So gehts weiter
In der Nacht auf Montag kommts um 2 Uhr Schweizer Zeit in Mexiko-Stadt zum Achtelfinal-Duell zwischen Mexiko und England.






