Das Spiel
Angeführt von Kylian Mbappé meistert Frankreich die schwedische Sechzehntelfinal-Hürde problemlos. Dem 27-jährigen Captain wird zunächst ein Tor wegen Abseits aberkannt, dann sündigt er mit einem Abschluss an den Pfosten, bevor ihm in der 45. Minute die verdiente 1:0-Führung für den Favoriten gelingt. Das Tor zum 3:0-Schlussstand in der 74. Minute geht ebenfalls auf sein Konto.
Auch Michael Olise scheitert in der ersten Halbzeit am Pfosten. Sein spektakulärer Seitfallzieher hätte im Rennen um das schönste Turniertor bestimmt hervorragende Karten gehabt.
Es ist beeindruckend, mit welcher offensiven Power die Franzosen in East Rutherford nach kurzen Anlaufschwierigkeiten ans Werk gehen. Dass der Sieg des zweifachen Weltmeisters nicht höher ausfällt, liegt einerseits daran, dass Les Bleus mit ihren Chancen teilweise zu fahrlässig umgehen und dass Schwedens Goalie Jacob Widell Zetterström eine starke Partie zeigt.
Vorne kriegen die Skandinavier nahezu nichts zustande. Sinnbildlich dafür steht Viktor Gyökeres' Auftritt. Beim 0:1 lässt er sich von Mbappé vernaschen und in der zweiten Halbzeit landet die Hand von Dayot Upamecano ungestraft im Gesicht des Starstürmers. Es ist wahrlich eine schmerzhafte Abreibung, die die Schweden von Titelfavorit Frankreich abbekommen.
Die Tore
45. Minute, Kylian Mbappé, 1:0. Ousmane Dembélé führt gemeinsam mit Michael Olise einen französischen Corner schnell und flach aus. Mbappé erhält daraufhin im Strafraum den Ball, tänzelt den schwedischen Stürmer Viktor Gyökeres aus und vollendet mit einem Schuss aus kurzer Distanz in die weite Ecke.
53. Minute, Bradley Barcola, 2:0. Den Schweden kommt ein Fehlzuspiel auf Höhe der Mittellinie teuer zu stehen. Frankreich schaltet direkt um. Letztlich bedient Olise Barcola mit einem Pass durch die Beine von Gustaf Lagerbielke. Barcola bekundet keinerlei Mühe, alleine vor Goalie Jacob Widell Zetterström zu reüssieren.
74. Minute, Kylian Mbappé, 3:0. Mbappé startet im richtigen Moment, als Olise ein Traumzuspiel in die Tiefe auspackt. Mit dem rechten Aussenrist nimmt Mbappé im schwedischen Sechzehner den Ball an, bevor er ihn in die entfernte Ecke schlenzt.
Das gab zu reden I
Unmittelbar nach seinem Tor zum 1:0 sprintet Kylian Mbappé zu Nationaltrainer Didier Deschamps und umarmt diesen herzlich. Der traurige Hintergrund dieser rührenden Geste: Deschamps' Mutter ist vergangene Woche verstorben, weswegen der 57-Jährige aufgrund der Beerdigung am Freitag das letzte Gruppenspiel gegen Norwegen (4:1-Sieg) verpasste.
Das gab zu reden II
Kylian Mbappé liegt neu alleine auf Rang zwei der besten WM-Torschützen aller Zeiten. Mit seinen WM-Treffern Nummer 17 und 18 lässt der französische Starstürmer Miroslav Klose (16, Deutschland) hinter sich. Nur einer liegt noch vor Mbappé: Der 39-jährige Argentinier Lionel Messi, der beim Turnier in Nordamerika seine Anzahl auf 19 hochgeschraubt hat.
So gehts weiter
Am kommenden Samstag kommt es in Philadelphia zum Achtelfinal-Duell zwischen Frankreich und Paraguay. Die Partie wird um 23 Uhr Schweizer Zeit angepfiffen.






