Das Spiel
Lange sieht es in diesem letzten Spiel des zweiten Vorrunden-Spieltags nach einer neuen Goalie-Heldengeschichte aus: Kongo-Keeper Lionel Mpasi bringt die kolumbianischen Offensivspieler zum Verzweifeln. Schon in den ersten 20 Minuten finden fünf Abschlüsse den Weg auf sein Tor – Mpasi pariert sie alle, ob sie nun von Luis Diaz, Jhon Arias oder James Rodriguez stammen.
Dazu hat er auch etwas Glück, dass Daniel Munoz nach sechs Minuten nur den Pfosten trifft. Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hält er noch einmal stark gegen Luis Diaz, woraufhin Arias den Nachschuss neben das Tor setzt.
Ein Happy End bleibt anders als bei Kap Verdes Vozinha oder Curaçaos Eloy Room aber aus: Nach 76 Minuten schlägt Munoz doch noch zu. Besonders bitter: Der Abschluss wird von Kongo-Verteidiger Steve Kapuadi leicht abgefälscht – Mpasi wäre wohl erneut zur Stelle gewesen.
So aber geht die DR Kongo mit einem Rückstand in die Nachspielzeit. Und wird dort nach offensiv sehr bescheidenen 90 Minuten doch noch gefährlich: Nathanael Mbuku prüft Camilo Vargas im kolumbianischen Tor, beim anschliessenden Eckball bringt Chancel Mbemba den Ball dann noch einmal auf das Tor – jedoch erfolglos.
So müssen die Kongolesen nach dem historischen Punktgewinn gegen Portugal zum Auftakt nun als Verlierer vom Platz – ihre Sechzehntelfinal-Chancen sind vor dem abschliessenden Gruppenspiel gegen Usbekistan dennoch intakt. Nach dem makellosen Turnierstart bereits in der nächsten Runde steht dagegen Kolumbien.
Das Tor
76. Minute, Daniel Munoz, 1:0. Juan Quintero spielt an der Strafraumgrenze Jhon Cordoba an. Dieser geht bei einem Zweikampf aber zu Boden und kommt so nicht an den Ball – was sich aber als vorteilhaft erweist. Denn: In der Passlinie lauert auch Daniel Munoz, der daraufhin von innerhalb des Strafraums abzieht. Den Abschluss lenkt Kongo-Verteidiger Steve Kapuadi noch unglücklich ab, weshalb Torhüter Lionel Mpasi chancenlos ist.
Das gab zu reden
Im Startspiel gegen Usbekistan glänzte Kolumbiens Bayern-Star Luis Diaz noch als Doppeltorschütze, gegen den Kongo ist er der Pechvogel: Innert zwei Minuten werden ihm in der Schlussphase gleich zwei Tore aberkannt. Einmal begeht er im Vorfeld ein Foulspiel, beim zweiten startet er aus dem Abseits. Beide Entscheide sind korrekt, aber aus neutraler Sicht auch etwas schade: Diaz' Lupfer und anschliessender Schlenzer sind durchaus sehenswert.
So gehts weiter
Mit Kolumbien und der Demokratischen Republik Kongo haben die letzten beiden Teams die zweite Runde der Gruppenphase bestritten. Somit wartet nun der letzte und entscheidende Durchgang – beginnend am Mittwoch um 21 Uhr Schweizer Zeit mit den Duellen Schweiz-Kanada und Bosnien-Katar. In der Gruppe K geht es dann in der Nacht auf Sonntag um 01:30 Uhr weiter. Dann trifft Kolumbien in Miami auf Portugal. Die DR Kongo steht zeitgleich in Atlanta gegen Usbekistan im Einsatz.






