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Vielen Dank fürs Mitfiebern und Mitlesen. Bis zum nächsten Mal.
Es ist geschafft: Die Schweiz steht an der WM 2026 im Viertelfinal! Kolumbien muss sich nach torlosen 120 Minuten im Penaltyschiessen geschlagen geben. Nächster Nati-Gegner ist in der Nacht auf Sonntag um 3 Uhr Schweizer Zeit Titelverteidiger Argentinien.
JAAAAAAAAAAAA! Der Schweizer Vargas trifft gegen den Kolumbianer Vargas. Das wars. Der Nervenkrimi ist zu Ende. Mit einem Schweizer Happy End.
Diaz bleibt cool und lässt Kobel keine Chance. Ein Nati-Matchball bleibt.
Itten trifft mittig. Das sind zwei Matchbälle für die Schweiz.
Kobel! Kobel! Kobel! Hernandez kommt nicht am Nati-Goalie vorbei. Dieser packt eine sensationelle Parade aus.
Nein. Akanji schiesst drüber. Jetzt ist alles wieder ausgeglichen.
Maximal ärgerlich. Kobel rutscht der Schuss von Campaz unter dem Oberkörper hindurch.
Amdouni verzögert gekonnt und schickt Vargas in die falsche Ecke.
Sanchez knallt den Ball an die Latte. Dieser prallt von dort klar auf die Linie und nicht dahinter. Vorteil Schweiz.
JAAAAAAAAAAAA! Die Schweiz erkämpft sich im Penaltyschiessen gegen Kolumbien den WM-Viertelfinal! Weil Nati-Goalie Gregor Kobel einen Penalty von Cucho Hernandez überragend pariert und Davinson Sanchez den Ball an die Latte hämmert, fällt der Fehlschuss von Nati-Verteidiger Manuel Akanji nicht ins Gewicht und die Schweiz ist eine Runde weiter – historisch! Erstmals seit 1954 gehört die Schweiz zu den acht besten Teams einer WM. Doch nicht nur das entscheidende Elfmeterschiessen ist an Spannung kaum zu überbieten.
Nach zahmen Startminuten findet Kolumbien besser in die Partie. Die erste dicke Gelegenheit gehört den Südamerikanern. Die Schweizer sind nach einem verlorenen Zweikampf einen Moment unsortiert und sofort geht es schnell. Der Ball landet bei Gustavo Puerta, der sich von der Strafraumkante ein Herz fasst. Nati-Goalie Gregor Kobel kratzt den Ball aber überragend aus der rechten oberen Torecke.
Nur wenig später gibt es dann die erste Hydrationbreak. In dieser schmeisst Captain Granit Xhaka eine Flasche und geigt seinen Mitspielern die Meinung. Und siehe da, die Schweiz wird besser: Fabian Rieder vertändelt den Ball, kommt aber nach einem missglückten Klärungsversuch erneut an die Kugel und schliesst sofort ab. Kolumbien-Keeper Camilo Vargas ist aber ebenfalls hellwach und kann das Geschoss entschärfen. Es ist die beste Phase des Teams von Murat Yakin, denn nur Minuten später scheitert auch Nati-Flügel Dan Ndoye mit seinem Flachschuss an Vargas. Kurz vor dem Pausentee werden die Kolumbianer dann aber wieder gefährlicher, doch weil die Schweiz alles wegverteidigt, muss Kobel kein weiteres Mal eingreifen.
Nach dem Seitenwechsel ist die Spannung kaum mehr auszuhalten. Das zeigt sich auch auf dem Platz. Die Zweikämpfe werden noch intensiver geführt, die Fouls nehmen zu und die Offensiven erhalten mehr Platz. Die Schweiz startet druckvoller, kann aber nie für wirkliche Torgefahr sorgen. Doch auch auf der Gegenseite geht nicht viel mehr – das Spiel mutiert zu einem Abnützungskampf, der sich bis in die Verlängerung zieht. In dieser werden die Fingernägel der Fans weiter malträtiert. In der 99. Minute köpfelt Kolumbiens Jhon Lucumi den Ball nach einer Ecke an die Latte. Nur wenig später hat der eingewechselte Zeki Amdouni die Chance das Spiel für die Schweiz zu entscheiden. Doch Goalie Vargas hält auch diesen Abschluss mirakulös. Bevor es ins Penaltyschiessen geht, leistet sich Xhaka noch einen kolossalen Bock, doch Leandro Campaz verzieht fast schon kläglich über das Tor.
Nico Elvedi. Der Innenverteidiger zeigt eine überragende Partie, entscheidet praktisch jeden Zweikampf für sich, wirft sich in die Schüsse und gewinnt auch in der Luft gefühlt jedes Duell. Hat Luis Diaz und Luis Suarez im Griff. In der Form seines Lebens.
Ardon Jashari. Der Mittelfeldspieler der AC Milan rückt unter anderem aufgrund der Verletzung von Johan Manzambi in die Startaufstellung. Zum dritten Mal in seiner Nati-Karriere, zum ersten Mal in einem Pflichtspiel. Doch der Zuger kann seine Chance auf der grossen Bühne nicht nutzen und muss nach 45 Minuten raus.
Was Blick schon Stunden am Morgen vor dem Spiel berichtet hat, wird zwei Stunden vor Spielbeginn auch offiziell vom Schweizer Fussballverband bestätigt. Johan Manzambi, mit drei Toren und zwei Assists der Überflieger der WM, fällt für den Achtelfinal aus. Mit einem Knieschoner und einem WM-Pokal aus Lego kommt er vor dem Spiel auf den Platz. Wie erwartet stehen auch Michel Aebischer und Luca Jaquez Trainer Murat Yakin nicht zur Verfügung.
Captain Granit Xhaka durchlebt ein emotionales Auf und Ab in seinem 151. Länderspiel. Zu Beginn ist seine Unzufriedenheit spürbar, als die Nati und auch er viel zu fehlerhaft agieren. Deshalb muss in der Hydration Break auch eine Trinkflasche dran glauben, die Xhaka auf den Boden pfeffert. Danach steigert sich der Captain und mit ihm die Nati. Doch es bleibt ein Auf und Ab, wobei Xhaka nach der Verwarnung zu Beginn der zweiten Halbzeit aufpassen muss, dass er nicht vom Platz fliegt. In der Verlängerung hat er das Siegtor auf dem Fuss, im Gegenzug unterläuft ihm ein Riesenbock, den die Kolumbianer aber auch nicht nutzen können.
Ivan Barton aus El Salvador wirkt nicht immer stilsicher. Zwischendurch droht ihm die Partie zu entgleiten. Doch unter dem Strich macht er keine groben Fehler, auch wenn er gelegentlich falsch liegt. Immerhin: Er lässt sich von den Mätzchen der Südamerikaner nicht aufs Glatteis führen.
Bereits Stunden vor der Partie nehmen die kolumbianischen Fans die Strassen rund um den BC Place ein. Und auch im Stadion sorgen sie für ein Heimspiel ihres Teams – und eine grossartige Stimmung mit Gänsehaut-Atmosphäre. Die paar wenigen Tausend Schweizer Fans gehen unter den 52’497 Fans praktisch unter – trotz einiger Kuhglocken.
Der Viertelfinal steigt in der Nacht auf Sonntag. Anpfiff ist um 3 Uhr Schweizer Zeit. Und der Gegner der Nati ist kein geringerer als Titelverteidiger Argentinien.
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