Darum gehts
- Schweiz scheidet im Viertelfinale gegen Argentinien aus, Schiedsrichter kritisiert.
- Joao Pinheiro hatte keine klare Linie, sorgte für umstrittene Entscheidungen.
- Entscheidende Szene: Gelb-Rot für Embolo nach VAR-Intervention in der 69. Minute
Das bittere Viertelfinal-Aus der Schweiz gegen Argentinien sorgt für Gesprächsstoff. Für Blick-Schiedsrichterexperte Urs Meier gibt vor allem die Leistung des Unparteiischen Joao Pinheiro Anlass zur Diskussion.
«Vom Anfang bis zum Schluss hatte der Schiedsrichter keine klare Linie. Er hat weder Ermahnungen noch Verwarnungen ausgesprochen», sagt Meier. «Als Schweizer hatte man immer das Gefühl, man sei benachteiligt» – sei es durch umstrittene Entscheidungen oder die Kommunikation des Schiedsrichters.
«Hätte mir auf die Lippen beissen müssen»
Pinheiro habe das Spiel überhaupt nicht geleitet und die Spieler zu wenig geschützt, meint Meier. «Ich habe die Schweizer Spieler bewundert, dass sie so zurückhaltend gewesen sind. Wäre ich Spieler auf diesem Feld gewesen, hätte ich mir auf die Lippen beissen müssen», ergänzt der Experte.
Auch in der wohl spielentscheidenden Szene in der 69. Minute steht Pinheiro im Mittelpunkt. Nach einem Zweikampf zwischen Breel Embolo und Leandro Paredes zückt er zunächst Gelb gegen den Argentinier. Nach VAR-Intervention revidiert er seine Entscheidung und stellt Embolo wegen einer Schwalbe mit Gelb-Rot vom Platz.
«Dem VAR gebe ich gar keine Schuld in diesem Zusammenhang. Er muss eingreifen, da es komplett falsch war», sagt Meier. Bitter sei die Szene trotzdem: «Da zieht er endlich mal die Gelbe Karte – genau im falschen Moment.» Ohne die Verwarnung wäre es gar nie zu einer VAR-Überprüfung gekommen.

