Lamine Yamal betroffen
Rassistische Gesänge überschatten Spanien-Spiel

Hässliche Szenen in Barcelona. Während des Testspiels zwischen Spanien und Ägypten hallen antimuslimische Sprechchöre durchs Stadion. Der spanische Verband verurteilt die Vorfälle scharf.
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Ist bekennender Muslim: Lamine Yamal.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Antimuslimische Rufe überschatten Spanien-Ägypten-Spiel in Barcelona am Dienstagabend
  • Barça-Star Lamine Yamal betroffen
  • Spanischer Verband verurteilt Vorfälle, Videos mit Beweisen kursieren online
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Blick Sportdesk

Antimuslimische Sprechchöre überschatten am Dienstagabend das Testspiel zwischen Spanien und Ägypten (0:0) in Katalonien. Es war das erste Spiel der spanischen Nationalmannschaft in der Region seit 18 Jahren. Doch statt eines freudigen Fussballfests sorgten im RCDE-Stadion Parolen wie «Spring, spring, spring, wer nicht springt, ist ein Muslim» für Empörung.

Die beleidigenden Gesänge hallten bereits nach zehn Minuten durch das Stadion und wurden zu Beginn der zweiten Halbzeit wiederholt. Besonders betroffen war Barça-Star Lamine Yamal, er ist bekennender Muslim. Der 18-Jährige, der zur Halbzeit ausgewechselt wurde, schritt nach dem Pausenpfiff mit gesenktem Kopf in die Kabine.

Der spanische Verband verurteilte die Vorfälle in einem Statement scharf. Auch Berni Alvarez, Sportminister der Regionalregierung von Katalonien, zeigte sich entsetzt und sprach von einer organisierten Aktion der extremen Rechten. Er erklärte: «Der Fussball wird leider immer mehr zu einem Nährboden für ultrarechte Gruppen und zu einem Sprachrohr für Hassreden. Das müssen wir stoppen.»

Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente fand klare Worte: «Totaler und absoluter Widerstand gegen jede Form von Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit. Das ist inakzeptabel. Solche gewalttätigen Personen, die den Fussball ausnutzen, müssen aus der Gesellschaft entfernt werden.»

Auf sozialen Medien kursierten Videos, die die beschämenden Rufe dokumentieren. Die Empörung war gross, und viele forderten Konsequenzen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu verhindern. Lamine Yamal äusserte sich später selbst auf seinen sozialen Kanälen und schrieb: «Fussball ist dazu da, um Spass zu haben und die Mannschaft anzufeuern, nicht um Menschen wegen ihrer Herkunft oder ihres Glaubens respektlos zu behandeln.»

Das Testspiel zwischen Spanien und Ägypten war wegen des Krieges im Nahen Osten aus Katar nach Barcelona verlegt worden.

Dieser Artikel ist zuerst auf «abola.pt» erschienen. Die portugiesische Newsplattform gehört wie Blick zum Ringier-Verlag.

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