«Meistgehasstes Baby der Nation»
Er will Geburt nicht verpassen – Kontroverse um Belgien-Star

Jérémy Doku will die Geburt seines ersten Kindes nicht verpassen und erwägt, die Belgier zu verlassen. Ein Privatflugzeug soll organisiert werden.
Kommentieren
Jérémy Doku weilt aktuell mit den Belgiern noch in den Staaten.
Foto: Anadolu via Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Jérémy Doku könnte WM verlassen, Geburt seines ersten Kindes erwartet
  • Belgischer Verband bietet Privatflugzeug, falls Baby früher kommt
  • Belgien nach 1:1 gegen Ägypten, Iran-Spiel am 21. Juni um 21 Uhr
Bildschirmfoto 2024-10-14 um 07.40.08.png
Marco MäderLeiter Sport-Desk

Aktuell sorgt ein Thema in Belgien für grosse Aufregung: Superstar Jérémy Doku, der derzeit für die belgische Nationalmannschaft in der Gruppe G um den Einzug in die K.o.-Runde kämpft, könnte das Turnier unerwartet verlassen. Der Grund? Der 24-jährige Flügelspieler von Manchester City erwartet sein erstes Kind und hat angekündigt, bei der Geburt dabei sein zu wollen.

Doku, der beim WM-Auftakt gegen Ägypten (1:1) für Belgien auf dem Platz stand, erklärte gegenüber Journalisten offen: «Es kommt darauf an, wann es passiert, aber es ist mein erstes Kind, also will ich auf jeden Fall dabei sein.» Der Geburtstermin fällt auf die zweite Juli-Woche rund um den Viertelfinal. Aber das Baby könnte auch schon früher kommen. Sollte dies der Fall sein, will Doku seine in England lebende Frau Shireen nicht allein lassen, auch wenn dies bedeuten würde, das Turnier frühzeitig zu verlassen.

«Niemand will die Geburt seines ersten Kindes verpassen», sagte Doku bei der Pressekonferenz vor dem zweiten Gruppenspiel gegen den Iran (Sonntag, 21 Uhr). Gleichzeitig betonte der Stürmer, dass er sich der Bedeutung der Weltmeisterschaft bewusst sei und den Dialog mit dem belgischen Verband suche. Laut belgischen Medien wären die Belgier bereit, ihm im Notfall ein Privatflugzeug zu stellen.

Die Diskussion um Doku hat in Belgien längst die Grenzen des Sports überschritten und sorgt für hitzige Debatten. Die französische Journalistin France Pierron sorgte mit ihrer Aussage für Empörung: «Du hast die Chance, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen – es gibt Hunderte Spieler, die dafür töten würden. Bei der Geburt kommst du eh nur in einer Nebenrolle vor.» Dieser Kommentar stiess auf grossen Widerstand in den sozialen Netzwerken, wo zahlreiche Nutzer Doku für seine Haltung verteidigten. 

Es war auch schon vom «meistgehassten Baby der Nation» die Rede. 

Interessanterweise ist Doku nicht der einzige belgische Spieler, der während der WM Nachwuchs erwartet. Innenverteidiger Brandon Mechele hat ebenfalls angekündigt, dass eine Abreise zur Geburt seines Kindes «eine Option» sei.

Sportlich steht Belgien unter Druck. Nach dem Unentschieden gegen Ägypten muss die Mannschaft gegen den Iran und später gegen Neuseeland (27. Juni, 5 Uhr) antreten, um sich ihren Platz in der K.o.-Runde zu sichern. Ob Doku dabei sein wird, bleibt abzuwarten. 

Noch näher dran an deinem Klub

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen