Nach Nagelsmann-Aus
DFB-Coach? Jetzt meldet sich Klopp

Was sich nach der Blamage gegen Paraguay abgezeichnet hat, steht nun fest: Der deutsche Bundestrainer Julian Nagelsmann tritt ab. Sein Wunsch-Nachfolger bringt sich in Position.
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Julian Nagelsmann ist nicht mehr Bundestrainer.
Foto: imago/Kirchner-Media

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Julian Nagelsmann tritt als Trainer der deutschen Nationalmannschaft zurück
  • DFB bietet Jürgen Klopp den Posten an, Gespräche stehen bevor
  • Nagelsmann erhält 7 Mio. Euro Abfindung, Vertrag bis 2028 beendet

Der Entscheid ist gefallen: Julian Nagelsmann (38) ist nicht länger Trainer der deutschen Nationalmannschaft. Nagelsmann tritt zurück, wie aus einer Medienmitteilung des DFB hervorgeht. Bereits zuvor hatten mehrere deutsche Medien über das Aus berichtet. Allerdings gehe Nagelsmann nicht aus gänzlich freiem Willen, denn man habe ihm diesen Schritt in einer dreistündigen Krisensitzung am Donnerstag nahegelegt.

Zu seinem Aus sagt Nagelsmann: «Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient.» Mit ihm müssen auch die beiden Assistenten Benjamin Glück und Benjamin Hübner den Staff verlassen. Der im Dezember auslaufende Vertrag mit Geschäftsführer Andreas Rettig wird ebenfalls nicht verlängert.

Dafür kassiert Nagelsmann eine Abfindung von 7 Millionen Euro, was seinem Jahresgehalt entspricht. Sein Vertrag wäre noch bis nach der EM 2028 gelaufen, weshalb ihm weitere 7 Millionen entgehen. Er sei keiner, der davonlaufen würde, sagte Nagelsmann unmittelbar nach dem Peinlich-Aus gegen Paraguay.

«Wenn der DFB nicht mehr will, darf er mir das sagen»
1:05
Nagelsmann über WM-Out:«Wenn der DFB nicht mehr will, darf er mir das sagen»

Wunschtrainer kündigt intensive Gespräche an

Man werde jetzt das Gespräch mit Jürgen Klopp suchen, schreibt der DFB: «Er hat bereits seine grundsätzliche Bereitschaft zur Übernahme des Postens signalisiert.» Tatsächlich sagt Klopp am Freitagabend bei MagentaTV selbst: «Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt. Also bin ich bereit.»

Für den deutschen Fussballbund (DFB) wird das Nagelsmann-Aus ein finanzieller Kraftakt – weil der Verband nicht nur den scheidenden Bundestrainer abfinden muss, sondern auch noch Jürgen Klopp von Red Bull loseisen müsste. Der soll beim Dosenklub als Head of Global Soccer rund zehn Millionen pro Jahr einstreichen und hat einen Vertrag bis 2029.

Dieser Schwierigkeiten ist sich auch der 59-Jährige bewusst: «Ich habe einen bestehenden Vertrag mit Red Bull. Ich halte Verträge gerne ein. Aber ich habe Interesse an Gesprächen. Es werden intensive Gespräche sein müssen.»

Klopp soll zehn Millionen verdienen

Zwar soll es mit Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff laut «Kicker» eine Art Gentlemen’s Agreement geben, wonach Klopp keine Steine in den Weg gelegt werden würden. Allerdings hatte der 59-Jährige eine solche Absprache bei seiner Vorstellung dementiert («Ich habe nicht danach gefragt, er hat nicht nein gesagt»). Erschwerend kommt hinzu, dass der DFB nach dem blamablen WM-Aus gegen Paraguay auf millionenschwere Fifa-Prämien verzichten muss und finanziell nicht auf Rosen gebettet ist.

Deutlich günstigere Lösungen wären Namen wie Christian Streich oder Oliver Glasner, die ebenfalls durch die deutsche Medienwelt geistern. Im Vergleich zur Überfigur Klopp aber wirken die beiden bloss wie zweite Wahlen.

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Bereits vor der Heim-EM 2021 galt Klopp als möglicher Nachfolger des glücklosen Hansi Flick. Weil der Schwabe zuvor aber seinen Vertrag bei Liverpool verlängert hatte und weiter an der Anfield Road geblieben war, kam Nagelsmann zum Handkuss.

Der entfachte an der Euro zwar eine kleine Euphorie, verspielte seinen Kredit zwei Jahre später aber massiv und ist verantwortlich für eine weitere peinliche Pleite in der deutschen WM-Geschichte, die 3:4-Penalty-Niederlage vom Montag gegen Paraguay im Sechzehntelfinal.

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