«Spielt keine Rolle – ich will gewinnen»
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Will sich Kobel beweisen?«Spielt keine Rolle – ich will gewinnen»

Kobel über Nati-Teamkollegen
«Ich erlebe Okafor nicht als Zeitbombe»

Nati-Goalie Kobel spricht an der Pressekonferenz über die lange Pause vor dem Sechzehntelfinal, die Freizeit im Nati-Camp und Teamkollege Noah Okafor, der immer noch auf einen WM-Einsatz wartet.
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Gregor Kobel hat kein Problem mit den acht Tagen Pause zwischen den Spielen. «Es ist für Fussballer nicht ungewöhnlich.»
Foto: Toto Marti

Von Beginn an wurde Nati-Goalie Gregor Kobel bei jeder Ballberührung vom heimischen Publikum in Kanada ausgepfiffen. «Ich war schon ein bisschen perplex, es ist ja nichts passiert, das es gerechtfertigt hätte», sagt Kobel – und scherzt, dass er nicht gewusst habe, dass er mal einen kanadischen Pass hatte. «Ich fand es eigentlich witzig.»

Generell hat die Nummer eins im Schweizer Tor gute Laune. Gruppensieg und Familienzeit als Belohnung. «Diese Zeit ist super wichtig, ich liebe meine Familie sehr.» Es sei gerade jetzt in einer langen Pause zwischen zwei Spielen wichtig, dass man einen Ausgleich habe zwischen Anspannung und Entspannung. «Acht Tage auf Vollspannung zu sein, ist unrealistisch, komplett runterzufahren ist aber auch nicht gut», so Kobel. 

Murat Yakin habe ein gutes Gespür dafür, was er der Mannschaft erlaube. «Er gibt uns Freiheiten, die ich sehr schätze.» Generell sei ein Abstand von sieben, acht Tagen zwischen zwei Spielen aber die Gewohnheit aus dem Liga-Alltag. «Wichtig ist, dass wir unseren Körper pflegen und sobald der Gegner bekannt ist, bereiten wir uns vor und fahren die Spannung hoch», erklärt Kobel.

Wohin die Nati-Reise am Turnier noch geht, da will sich der Nati-Goalie derweil nicht festlegen. «Ich bin nicht einer, der grosse Ansagen macht. Für mich ist es wichtig, im Moment zu bleiben und mich auf die Leistung zu fokussieren, aber grundsätzlich streben wir natürlich alle nach dem maximalen Erfolg. Was es dann ist, werden wir sehen.»

Kobel wird auch zu Noah Okafor befragt, ob er ohne Spielminuten zu einer tickenden Zeitbombe werden könnte. «Klar, ist es frustrierend für ihn. Er hat riesige Qualitäten und will spielen», sagt Kobel. Er erlebe ihn aber dennoch positiv. «Er gibt Gas und will bereit sein, wenn es ihn braucht. Ich erlebe ihn nicht als Zeitbombe.»

Die PK im Ticker zum Nachlesen:

26.06.2026, 19:03 Uhr

Ende der PK

Das wars von der Pressekonferenz. Vielen Dank fürs Mitlesen. 

26.06.2026, 19:03 Uhr

Kobel zu Okafor

«Klar ist es frustrierend, nicht zum Einsatz zu kommen. Noah Okafor hat grosse Qualitäten. Ich habe ihn so erlebt, dass er trotz allem Gas gibt und ready ist, wenn es ihn braucht. Wir sind ein Team, und du weisst nie, wann du zum Einsatz kommst. Ich bin mir sicher, dass er da ist, wenn er gebraucht wird. Eine Frustration ist da, aber als Zeitbombe erlebe ich ihn nicht.»

26.06.2026, 19:01 Uhr

Kobel zu den Pfiffen gegen Kanada

«Ich war ein bisschen perplex. Ich dachte, ich habe ja gar keinen kanadischen Pass und habe mich trotzdem für die Schweiz entschieden. Ich fand es auch etwas witzig.» Die «Tradition» der Pfiffe gegen Goalies kommt aus dem Eishockey.

26.06.2026, 18:59 Uhr

Kobel über drohenden Lagerkoller

«Ich beobachte nicht alle so genau. Wir haben ein sehr schönes Camp hier in San Diego. Dass wir hier unser USA-Zuhause haben, ist sehr wichtig. Wir haben, wie gesagt, auch gewisse Freiheiten, was ich wichtig finde. Damit man nicht den ganzen Tag im Hotel sitzt. Man geht mal einen Kaffee trinken oder Golf spielen. Ein normaler Tagesablauf ist wichtig. Man kann nicht sechs Wochen auf dem Voll-Psycho-Trip sein, es braucht Abwechslung.»

26.06.2026, 18:55 Uhr

Acht Goalie-Handschuh-Paare, acht Spiele?

«Klar musst du daran glauben, auch wenn es vielleicht unrealistisch scheinen mag. Ich bin keiner, der grosse Ansagen macht. Es ist wichtig, dass du Spiel für Spiel denkst und bodenständig bist und dich auf den Moment konzentrierst.»

26.06.2026, 18:54 Uhr

Kobel über Goalietrainer Patrick Foletti

«Er war schon immer sehr leidenschaftlich. Er macht sich viele Gedanken, was man optimieren kann. Da ist er ein Freak, ich schätze ihn sehr dafür. Er legt sehr grossen Wert auf den Erfolg der Nati. Auch bei mir steht Erfolg an erster Stelle.»

26.06.2026, 18:51 Uhr

Kobel über Transfergerüchte

Letzten Sommer gab es Gerüchte, doch Kobel entschied sich schnell beim BVB zu bleiben. «Während der WM ist es schwierig, sich mit Anderem zu beschäftigen. Es ist Fussball, du weisst nicht, was passiert. Aber grundsätzlich hat sich am Stand (hat bei Dortmund Vertrag, Anm. d. Red.) nichts geändert.»

26.06.2026, 18:49 Uhr

Kobel über die Aussenverteidiger

«Am meisten habe ich mit den Innenverteidigern zu tun. Ich finde, alle drei haben Top-Qualitäten. Luca Jaquez hat es gegen Kanada super gemacht.»

26.06.2026, 18:47 Uhr

Kobel über die acht Tage Pause

«Es ist nicht super ungewöhnlich, sieben oder acht Tage zwischen Spielen zu haben. An einer WM ist es vielleicht etwas spezieller, aber es ist keine neue Herausforderung. Die ersten paar Tage ist es wichtig, den Körper etwas zu pflegen. Sobald der Gegner bekannt ist, werden wir gut arbeiten und wieder hochfahren. Die Mischung ist wichtig: Man muss auch runterfahren, weil acht Tage volle Spannung unrealistisch sind. Aber komplett runterfahren ist auch keine gute Idee.»

26.06.2026, 18:44 Uhr

Kobel über Familien-Zeit

«Es ist super wichtig, die Familie zu sehen. Ich bin ein Familienmensch. Es ist wichtig, einen kleinen Ausgleich zu haben und etwas herunterzukommen. Die Mischung passt, Murat (Yakin Anm. d. Red) gibt uns Freiheiten, das schätze ich sehr.»

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