Neue WM-Schande möglich
Nati statt Spanien als Gegner – verliert Österreich absichtlich?

Österreich gegen Algerien: Im letzten Gruppenspiel der WM 2026 könnte ein Remis beiden Teams zum Weiterkommen reichen. Österreich könnte gar eine Niederlage helfen. Dies weckt Erinnerung an einen Skandal von 1982.
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Das letzte Gruppenspiel der WM 1982 von Österreich und Deutschland ging als Schande von Gijón in die Geschichte ein.
Foto: imago/WEREK

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • 1982 sorgte das Spiel Österreich–Deutschland bei der WM für einen Skandal
  • Beide Teams spielten absichtlich zurückhaltend, Algerien schied trotz Sieg aus
  • Jetzt droht mit dem neuen Modus wieder Gefahr für Resultat-Taktiken

Kleine Zeitreise zurück zur WM 1982 in Spanien: Im letzten Gruppenspiel traf Österreich auf Deutschland. Nach nur zehn Minuten sind die Deutschen bereits mit 1:0 in Führung gegangen. Und dann? Dann passierte nichts mehr.

Dies, weil sich beide Teams so garantiert für die K.-o.-Phase qualifizierten. Damals wurde nämlich der letzte Spieltag noch nicht gleichzeitig ausgetragen, weswegen bereits im Vorhinein klar war, welches Resultat reicht.

Der grosse Verlierer in dieser ganzen Geschichte war Algerien. Obwohl die Nordafrikaner das letzte Spiel gewonnen hatten, blieb ihnen das Weiterkommen aufgrund des Torverhältnisses verwehrt. Deutschland zog dank des knappen Siegs an Algerien und Österreich vorbei. Der Skandal war perfekt – der Tag ging als die Schande von Gijón in die Geschichtsbücher ein, und die Fifa änderte daraufhin die Regeln. Seither werden die letzten Gruppenspiele stets zeitgleich ausgetragen. Der Haken: Im neuen WM-Modus, in dem auch acht von zwölf Gruppendritten weiterkommen, sind nicht mehr nur die Ergebnisse aus der eigenen Gruppe relevant. Spielabsprachen könnten wieder zum Thema werden.

Die Nati als Wunschgegner?

Nun trifft Österreich erneut auf Algerien, dieses Mal am letzten Spieltag – und die Geschichte könnte sich wiederholen: Kommts zu einem Unentschieden, sind mit vier Punkten wohl beide fix weiter.

Aus neutraler Perspektive hofft man darauf, dass das bittere Aus von 1982 die Algerier anspornt und so doch für Spektakel gesorgt ist. Mit einem Sieg würde Algerien noch auf den zweiten Rang vorrücken. Ob das sinnvoll ist, ist die andere Frage. Denn dann würde man höchstwahrscheinlich in der K.-o.-Phase auf Mitfavorit Spanien treffen – ein Los, das man sich gerne noch etwas aufschieben würde. Die wahrscheinlichste Alternative: ein Duell mit der Schweizer Nati.

Mit einem Remis würde Algerien Dritter bleiben. Österreich könnte dies sogar mit einer knappen Niederlage erreichen. Das Economics Observatory hat im Vorfeld eine Quali-Wahrscheinlichkeit von rund 50 Prozent für ein Abschneiden mit drei Punkten und einer Tordifferenz von minus eins berechnet. Auch mit minus zwei Toren wurde die Chance, es noch in die K.-o.-Runde zu schaffen, im Vorfeld auf rund einen Drittel berechnet.

Was die Planung zusätzlich erleichtert: Unsere östlichen Nachbarn tragen am Sonntag (4 Uhr Schweizer Zeit) das allerletzte Gruppenspiel aus. Alle anderen Platzierungen werden bis zu dieser Partie bekannt sein. Und so kann das Team von Trainer Ralf Rangnick exakt berechnen, welches Resultat gegen Vladimir Petkovics Algerier welche Konstellation zur Folge hätte.

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Leidtragende wären die Gruppendritten

Wie damals in Gijón ginge ein Taktieren auf Kosten anderer: Teams wie Schottland (minus 3 Tore) und Südkorea (minus 1) und bis zum Match noch weitere Teams müssen darauf hoffen, dass Österreich und Algerien möglichst hoch gewinnen, damit ihre Chance aufs Weiterkommen steigt.

Österreich-Verteidiger Stefan Posch betonte, dass eine absichtliche Niederlage nicht infrage käme – «wir sind alle Sportler». Doch wird die Versuchung am Ende womöglich doch zu gross sein?

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