Es ist eine der grossen – und vor allem unrühmlichen – Geschichten dieser WM. Die Fifa begnadigte Folarin Balogun (25) nach seiner Roten Karte und der US-Amerikaner durfte im Achtelfinal gegen Belgien spielen. Dies, nachdem Donald Trump (80) bei Gianni Infantino (56) angerufen hatte.
Während sich so gut wie jeder Experte und Funktionär dazu äusserte, blieb Balogun selbst still. Bis jetzt. In der Sendung «CBS Morning» sprach der Stürmer der AS Monaco jetzt darüber: «Meine erste Reaktion war, dass ich froh war, wieder im Team zu sein. Aber als ich darüber nachdachte, wusste ich, dass dies für viele Kontroversen sorgen würde.»
Nervosität in der Kabine
Auch das Team habe die Unruhen rund um seine Person nicht kaltgelassen, erklärt Balogun: «Ich konnte bei meinen Teamkollegen fast ein wenig Nervosität erkennen, weil das eine so einzigartige Situation ist. Aber je näher das Spiel rückte, desto mehr versuchte ich, mich so gut wie möglich zu konzentrieren, doch es war schwierig – es gab viel Lärm von aussen, und das lässt sich nur schwer ignorieren.»
Am Ende brachte auch die Begnadigung des US-Stürmers nichts. Die Amis gingen gegen Belgien mit 1:4 unter und schieden im Achtelfinal ihres Heimturniers aus. Der Balogun-Eklat wird aber noch lange nachhallen.

