Später VAR-Penalty
Senegal erlebt an der WM ein bitteres Déjà-vu

Im WM-Sechzehntelfinal entscheidet Schiedsrichter Said Martinez nach VAR-Intervention auf einen Last-Minute-Penalty gegen den Senegal. Das weckt Erinnerungen.
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Die Last-Minute-Niederlage gegen Belgien wirft den Senegal ins Tal der Tränen.
Foto: IMAGO/Anadolu Agency

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Belgien besiegt Senegal 3:2 nach Verlängerung im WM-Sechzehntelfinal in Seattle
  • Entscheidender VAR-Elfmeter in der 125. Minute sorgt für Diskussionen
  • 2018 gewann Belgien ähnlich spektakulär 3:2 gegen Japan im Achtelfinal
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Gian-Andri BaumgartnerRedaktor Sport

Nach der bitteren 2:3-Niederlage nach Verlängerung im WM-Sechzehntelfinal gegen Belgien hadert der Senegal mit dem entscheidenden VAR-Elfmeter in der 125. Minute. «Wir haben unsere eigene Meinung und glauben, dass es kein Elfmeter ist. Aber der Schiedsrichter hat so entschieden», sagt Senegal-Trainer Pape Thiaw nach dem Spiel, das für den westafrikanischen Staat so brutal endet.

Und bei den Löwen der Teranga Erinnerungen an den 18. Januar dieses Jahres wecken dürfte: Damals wurde Gegner Marokko im Afrika-Cup-Final ebenfalls tief in der Nachspielzeit nach VAR-Eingriff ein umstrittener Penalty zugesprochen. Der Unterschied zur WM: Senegal-Keeper Édouard Mendy hielt den schwach geschossenen Versuch von Brahim Diaz damals fest – und Senegal kürte sich dank eines Tors in der Verlängerung zum Afrikameister.

Dieses Mal bleiben die Spieler auf dem Platz

Zumindest für einige Wochen, dann hatte die Penaltyszene doch noch ein Nachspiel: Weil Thiaw seine Mannschaft aus Protest gegen den Schiri-Entscheid in die Kabine beordert hatte, wurde die Partie vom afrikanischen Fussballverband CAF als Forfait-Sieg für Marokko gewertet – und der Senegal verlor den Titel. Der Fall ist derzeit beim Internationalen Sportgerichtshof CAS hängig.

Zu einem ähnlichen Eklat kommt es am Mittwoch in Seattle trotz der auffälligen Parallelen nicht, auch wenn sich die senegalesischen Spieler heftig bei Schiedsrichter Martinez beschweren. Für Trainer Thiaw ist das «ihr gutes Recht». Dazu legt sich Senegal-Verteidiger Pathé Ciss kurz vor Ausführung des Elfmeters nach einem leichten Stoss von Gegenspieler Diego Moreira auffällig lange praktisch direkt auf den Elfmeterpunkt – eine neue Form des Protests?

Belgien wie 2018

Sicher ist: Auch er kann nicht verhindern, dass Youri Tielemans Belgien anschliessend eiskalt zum Sieg schiesst – und die Roten Teufel damit ein etwas schöneres Déjà-vu erleben lässt.

Praktisch auf den Tag genau vor acht Jahren lagen sie im Achtelfinal der WM 2018 gegen Japan schon einmal mit 0:2 in Rückstand und standen damit vor dem Aus. Ein Doppelschlag innert fünf Minuten führte dann zum Ausgleich, ehe Nacer Chadli die Belgier – ähnlich wie Tielemans gegen den Senegal – mit dem 3:2 tief in der Nachspielzeit erlöste.

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