Es war ein bitteres WM-Debüt für Miro Muheim (28). Der Verteidiger kommt in der 89. Minute ins Spiel und soll helfen, das 1:0 gegen Katar über die Zeit zu bringen. Doch in der Nachspielzeit verliert ausgerechnet Muheim das Kopfballduell gegen Katarer Khoukhi und bugsiert den Ball zu allem Übel noch mit dem Kopf ins eigene Tor.
Nach der Partie wird der HSV-Spieler in den sozialen Medien übel angefeindet. Gerade auf seinem Instagram-Account finden sich zahlreiche beleidigende Kommentare. Viele davon sind auf Englisch – wohl von Usern, die Geld auf die Schweiz gewettet haben.
Als Reaktion darauf hat Muheim auf seinem Account die Kommentarfunktion eingeschränkt. Neu kann nicht mehr jeder User die Beiträge des 28-Jährigen kommentieren.
Schutz von Dzemaili, Kritik von Hummels
Blick-Experte Blerim Dzemaili (40) nimmt Muheim übrigens in Schutz. «Glaub mir, wenn einer mit Wucht von hinten kommt, hast du keine Chance. Er sieht natürlich blöd aus, aber ihm kann man nicht viel vorwerfen. Die Fehler sind zuvor passiert», sagt er im «FORZA!»-Podcast nach dem Spiel der Nati.
Anders sieht das der ehemalige Deutschland-Star Mats Hummels (37). Der WM-Experte von TV-Sender Magenta sagt: «Es sieht fast so aus, als würde er gar nicht hochspringen. Du musst als Verteidiger den Ball immer am höchsten Punkt attackieren. Er hätte ein, zwei Schritte entgegengehen und abspringen müssen. Er wartet auf den Ball.»
Besonders bitter für Muheim: Eigentlich will er sich an der WM auf der grössten Bühne präsentieren. Sein Vertrag beim HSV läuft kommenden Sommer aus, für eine Verlängerung oder gar einen Wechsel wäre ein gutes Turnier enorm wichtig.

