Darum gehts
- Südafrika erzielt erstmals seit 2010 ein WM-Tor, 1:1 gegen Tschechien
- Teboho Mokoena jubelt mit zwei Ronaldo-Gesten
- Mokoena gesperrt für Spiel gegen Südkorea am 25. Juni
Fast genau 16 Jahre musste Südafrika auf ein WM-Tor warten. Am 22. Juni 2010 war es Katlego Mphela (41), der beim 2:1-Sieg gegen Frankreich im letzten Gruppenspiel das zweite Tor für «Bafana Bafana» geschossen hat. Nachdem es nun beim Startspiel gegen Mexiko vor einer Woche noch nicht für ein Tor gereicht hat, schiesst Teboho Mokoena gegen Tschechien den Treffer zum 1:1 und erlöst damit ein ganzes Land.
Der 29-Jährige verwandelt einen Hand-Penalty – und jubelt dann in Cristiano-Ronaldo-Manier. Gleich zwei Jubel des portugiesischen Superstars packt der Spieler der Mamelodi Sundowns aus. Nummer eins: Er rennt in Richtung Eckfahne, zeigt dabei abwechselnd auf sich und auf den Boden – als wolle er sagen: «Hier bin ich.» Und Nummer zwei: Er faltet seine Hände vor der Brust. Bei diesem Jubel steigen auch einige seiner Mitspieler ein.
Im Netz wird Mokoenas Jubel ebenfalls zum Thema. Dabei gibts auch einige Seitenhiebe in Richtung von CR7. «Mokoena hat mehr Ronaldo-Jubel als Ronaldo selbst an dieser WM», lautet einer der Kommentare auf X. Ein anderer Nutzer schreibt: «Mokoena konnte den Ronaldo-Jubel machen, bevor es Ronaldo tun konnte.» Der Portugiese blieb beim 1:1 gegen den Kongo ohne Tor.
Tränen für Grossvater – Kritik vom Trainer
Für den Mittelfeldspieler ist es ohnehin eine spezielle Partie. Vor dem Anpfiff zeigen ihn die TV-Kameras mit Tränen in den Augen. «Ich war völlig überwältigt, ich habe an meinen verstorbenen Grossvater gedacht», erklärt Mokoena nach dem Spiel. «Ich habe seine Präsenz gefühlt. Ich glaube, er wäre stolz wenn er hier wäre. Er hat immer an mich geglaubt, auch wenn es andere nicht taten.»
Ob Mokoena noch weitere Torerfolge feiern kann, ist nicht sicher. Denn für das dritte Gruppenspiel gegen Südkorea (Donnerstag, 25. Juni ab 3 Uhr) ist der Mittelfeldspieler gesperrt, weil er sich gegen die Tschechen eine zweite Gelbe Karte eingehandelt hat. «Man kann sagen, dass es eine dumme Gelbe Karte ist», sagt sein Trainer Hugo Broos (74). Und dass die Südafrikaner weiterkommen, ist aktuell alles andere als sicher – ein Sieg gegen die Südkoreaner ist wohl Pflicht.


