Darum gehts
- Cristiano Ronaldo weinte nach Portugals 0:1-Niederlage gegen Spanien in Dallas
- Es war sein letztes WM-Spiel nach sechs Turnierteilnahmen seit 2006
- 27 WM-Spiele für Portugal, aber nie den Pokal gewonnen
Sie fliessen nicht ganz so heftig wie bei Portugals WM-Aus vor vier Jahren gegen Marokko – aber als sich Cristiano Ronaldo (41) und die portugiesische Nationalmannschaft nach der Last-Minute-Pleite gegen Spanien (0:1) im Achtelfinal von den Fans verabschieden, sind doch Tränen in den Augen des Superstars zu sehen.
Sichtlich geknickt steht der Superstar auf dem Spielfeld, während die portugiesischen Anhänger seinen Namen skandieren. Ronaldo wird von seinen Mitspielern und Gegenspielern, darunter auch Spanien-Youngster Lamine Yamal (18) und Siegtorschütze Mikel Merino (30), tröstend umarmt und scheint den Platz gar nicht erst verlassen zu wollen.
«Er wollte die WM gewinnen»
Mit Ronaldo trauert in diesem Moment wohl ganz Portugal – stellvertretend dafür titelt die portugiesische Zeitung «A Bola»: «Wie viele deiner Tränen, Cris, sind Tränen Portugals?» Sein Trainer Roberto Martinez (52), der nach dem WM-Aus von seinem Posten zurücktritt, lobt seinen Captain nach dem Spiel: «Wir müssen dafür dankbar sein, was er an dieser Weltmeisterschaft geleistet hat. Er wollte sie gewinnen, das nehmen wir alle für immer mit. Als Beispiel für den Menschen hinter dem Sportler.»
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Was den Moment besonders emotional macht: Ronaldo verabschiedet sich in Dallas endgültig von seinem Traum, einmal den WM-Pokal in die Höhe strecken zu dürfen. Schon vor dem Achtelfinal hat er angekündigt, dass die Endrunde in Nordamerika seine letzte sein würde. «Ich möchte es so sehr wie möglich geniessen, denn es wird die letzte Weltmeisterschaft sein, ja.»
Kommt nun der Rücktritt aus dem Nationalteam?
Ist die Niederlage gegen Spanien auch sein letztes Spiel im Portugal-Dress gewesen? Zumindest hat dies seine Schwester Katia Aveiro vor dem Sechzehntelfinal der Portugiesen gegen Kroatien (2:1) angedeutet. «Ich rede von der Nationalmannschaft. Nach den Informationen, die ich aus einer verlässlichen Quelle habe, ist das sein letzter Tanz», sagte die 48-Jährige gegenüber anwesenden Journalisten.
Ronaldo selbst hält sich in dieser Frage bedeckt. «Ich treffe keine Entscheidungen aus der Laune heraus. Im Moment ist es nicht wichtig, ob ich weitermache», sagt er nach dem Aus gegen Spanien. Sicher ist einzig: An der WM in vier Jahren wird er nicht mehr dabei sein. Die Partie gegen Spanien war nach insgesamt sechs WM-Teilnahmen sein 27. WM-Spiel und gleichzeitig sein letztes.

