Darum gehts
- Deutschland erreicht erstmals seit 2014 K.o.-Phase einer WM
- Gegner steht erst am Sonntag fest, aktuell wäre es Schottland
- 495 Szenarien entscheiden über den Gruppendritten als nächsten Gegner
Deutschland hat es erstmals seit 2014 wieder in die K.o.-Phase einer WM geschafft. Und nicht nur das: Das DFB-Team hat sich den Gruppensieg bereits vor dem letzten Spiel gegen Ecuador gesichert. Das bedeutet, dass Julian Nagelsmann und seine Spieler schon fix wissen, dass sie am Montag um 22.30 Uhr Schweizer Zeit in Boston ihren Sechzehntelfinal bestreiten werden.
Nur: Der Gegner wird bis zum Abschluss der Gruppenphase am Sonntag nicht klar sein. Der Grund ist, dass Deutschland auf einen Gruppendritten treffen wird. Die Deutschen werden auf den Drittplatzierten der Gruppe A, B (mit der Schweiz), C, D oder F treffen. Die Dritten dieser Gruppe werden zwar bereits am frühen Freitagmorgen Schweizer Zeit feststehen, wenn die letzten Spiele in Gruppe F vorbei sind, allerdings kann sich danach immer noch einiges verschieben.
Denn alle Gruppendritten werden in einer separaten Rangliste geführt (siehe oben). Diese kann dann durch die Partien vom Samstag- und Sonntagmorgen nochmals durcheinandergewirbelt werden. Erst nach den letzten Spielen am Sonntag steht die Rangliste fest und damit die acht Gruppendritten, die weiterkommen, und die vier, die die Heimreise antreten müssen.
Eine von der Fifa vordefinierte Tabelle – es gibt 495 Szenarien (!) – ermittelt dann anhand der acht Teams, die sich qualifiziert haben, welcher der fünf möglichen Gruppendritten auf Deutschland trifft. Nach aktuellem Stand wäre Paraguay der Gegner des DFB-Teams im Sechzehntelfinal. Klar ist: Der WM-Modus verlangt fast schon ein Hochschulstudium, um ihn zu verstehen.

