White-Power-Zeichen im TV?
WM-Schiri liefert spezielle Erklärung für Hand-Geste

Nach dem Wirbel um eine Handgeste von VAR-Assistent Shaun Evans meldet sich der Australier zurück – er weist die Rassismus-Anschuldigungen klar zurück. Auch eine Erklärung hat er bereit.
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Rechtsextrem? Diese Handgeste von Shaun Evans (l.) sorgte für diverse Schlagzeilen.
Foto: Screenshot X
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Björn LindroosRedaktor Sport

Nach Deutschlands Sieg gegen Curaçao stand plötzlich VAR-Assistent Shaun Evans weltweit in den Schlagzeilen. Als die Videoassistenten kurz vor Spielbeginn vorgestellt wurden, sorgte eine Geste des Unparteiischen für Aufsehen. Daumen und Zeigefinger formten einen Kreis, was unter anderem das Zeichen von «White Power» bedeutet.

Jetzt meldet sich Evans zu Wort und weist die Anschuldigungen klar zurück. «Ich möchte klarstellen, dass ich weder absichtlich eine Handgeste noch ein Symbol verwendet habe, um irgendeine Botschaft, Zugehörigkeit, ein Spiel oder eine Überzeugung zu vermitteln», zitiert die Fifa den Schiedsrichter in einer Mitteilung.

«Natürlich verstehe ich, wie die Geste interpretiert wurde, und ich bedaure dies. Dennoch möchte ich unmissverständlich und kategorisch erklären, dass ich das besagte Handsymbol weder wissentlich noch absichtlich gezeigt habe. Die Berichterstattung in den Medien widerspiegelt einfach nicht, wer ich bin», fährt er fort.

Geste nicht bewusst ausgeführt

Und auch eine Erklärung für das Handzeichen liefert der Australier: «Die einzige Erklärung, die ich dafür anbieten kann, ist, dass es sich bei der Bewegung um ein unwillkürliches, unbewusstes Zucken handelte und mir in diesem Moment gar nicht bewusst war, dass ich dies getan hatte.» Bilder aus dem weiteren Verlauf des Spiels hätten zudem gezeigt, dass er die Handbewegung immer wieder ausgeführt hatte.

Für den Weltverband ist die Sache damit gegessen. Das Disziplinarkomitee der Fifa habe die Angelegenheit untersucht und keinen Verstoss gegen den Disziplinarcode festgestellt. Das Handzeichen ist in vielen Ländern auch einfach die Geste für «Okay».

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